Tinctura, Tinktur
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Tinctura, Tinktur |
In der Alchemie eine ätherische oder geistige Substanz, welche jedem damit durchdrungenen Stoffe ihre eigenen Eigenschaften verleiht. Deshalb soll die Goldtinktur die Fähigkeit haben, alle damit durchdrungenen Stoffe in Gold zu verwandeln, respektive denselben die Eigenschaften des Goldes zu verleihen. In der Chemie wird die klare Auflösung eines Stoffes in Weingeist "Tinktur" genannt. (Gessmann 1899)
Der zu Transmutationszwecken aufgelöste Lapis, als Universal-Tinktur oder Partikular-Tinktur. (Waltharius 1956)
Pharm.: Gefärbter, durchsichtiger Auszug aus Drogen oder Chemikalien, der wesentliche Bestandteile derselben enthält, meist unter Verwendung von Alkohol bereitet. Alchem.: "Eine ätherische oder geistige Substanz, welche jedem damit durchdrungenen Stoffe ihre eigenen Eigenschaften verleiht. Deshalb soll die Goldtinktur die Fähigkeit haben, alle damit durchdrungenen Stoffe in Gold zu verwandeln resp. denselben die Eigenschaften des Goldes zu verleihen" (Gessmann). Man unterschied die "rote Tinktur" (Lapis philosophorum, Grosses Elixier, Grosses Magisterium, Roter Löwe), verwendbar zur Verwandlung (Transmutation) unedler Metalle in Gold, von der "weissen Tinktur" (Stein 2. Ordnung, Kleines Elixier, Kleines Magisterium, Weisser Löwe), die unedle Metalle in Silber verwandeln sollte. Die Transmutation geschah durch "Projektion", d. h. durch Aufwerfen der Tinktur auf das geschmolzene unedle Metall. Verwandelte eine Tinktur alle Metalle und vollständig, so hiess sie „Universal“, war sie nur teilweise wirksam, hiess sie "Partikular". (Schneider 1962)
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Tinktur, rote |
Synonym Gessmann: Lapis philosophorum, Grosses Elixier, Grosses Magisterium, Roter Löwe
siehe auch Tinktur (Gessmann 1899)
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Tinktur, weisse |
Synonym Gessmann: Stein 2. Ordnung, Kleines Elixier, Kleines Magisterium, Weisser Löwe
siehe auch Tinktur (Gessmann 1899)
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Tinctura tartari |
Hergestellt aus geglühtem Sal tartari, aus dem mit Alkohol die Tinktur ausgezogen wurde. Je nach Wassergehalt des Alkohols etwas kaliumcarbonathaltig. (Schneider 1962)
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