Elementa, Elemente


Elementa, Elemente

 

Synonym Schneider:

Principia corporum

 

 

Aer (=Luft)

 

Aqua (= Wasser)

 

Ignis (=Feuer)

Synonym Schneider:          Cor elementum, Instrumentum artis, Liquor, Materia prima, Mercurius, Oleum, Protheus

        

Terrae (= Erde)

 

 

Im alchemistischen Sinne die vier Elemente Luft, Feuer, Erde und Wasser, welche angeblich die Fähigkeit besitzen sollen, vermöge ihrer zwiefachen Grundeigenschaften sich eines in das andere zu verwandeln. Es galt nämlich das Feuer als trocken und warm, die Luft als warm und feucht, das Wasser als feucht und kalt, die Erde als kalt und trocken. Je zwei dieser Elemente haben also stets eine Eigenschaft gemeinsam, wodurch das Umwandeln des einen in das andere sehr erleichtert ist.

Die Erde () ist das Symbol des Urstofflichen, galt als eine unsichtbare, ätherische Substanz, welche die Grundlage aller körperlichen Erscheinungen bildet. (Gessmann 1899) 

Das Wasser () ist das Symbol des Bindegliedes zwischen Geist und Stoff, und galt als solches auch als Sinnbild der Gedanken.

Die Luft () ist die Beziehung auf Raum oder Form.

Das Feuer () repräsentiert das Reich des Geistigen oder des Lebens.

Durch eine Vereinigung dieser Elemente unter verschiedenen Bedingungen entstand nach Meinung der Alchemisten eine unend­liche Reihe von Formen (Körpern), welche die sichtbare Welt ausmachen.

Der Mercurius () ist die geistige Quintessenz aller Dinge.

Während die Wissenschaft vier Elemente, Erde, Wasser, Feuer, Luft annahm, gesellte die Geheimlehre denselben noch ein fünftes, den Weltgeist (Mercurius) bei. Die Alchemie betrachtete die vier ersten Elemente als allgemeine, uns für gewöhnlich unsichtbare Prinzipe, welche aber die Ursache des Wahrnehmbarwerdens aller Dinge sind, indem sie denselben die Eigenschaften des Erdigen (Festen, Materiellen), des Wässerigen (Flüssigen), des Luftigen (Gasartigen) und des Feurigen (Ätherischen) verleihen. (Gessmann 1899)

 

Obwohl sich der moderne Elementbegriff im 18. Jhd. schon anbahnte, waren in der Literatur (besonders der alchem. und pharm.) die alten Vorstellungen noch weit verbreitet. Nach antiker Über­lieferung (z. B. Aristoteles) baut sich die Stoffwelt aus den Elemen­ten Erde (Terra), Wasser (Aqua), Feuer (Ignis), Luft (Aer) auf (= Quatuor elementa). Bei den Alchemisten kommen 3 Elementa magica vor: Sal, Sulphur, Mercurius. Oder auch fünf: Spiritus, Sal, Sulphur, Aqua, Terra, von denen die ersten drei „Elementa activa“, die beiden letzten „Elementa passiva“ genannt wurden. (Schneider 1962)

 

s. auch Prinzipien, philosophische (Eidolon 2003)

 

 

       

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© Frater Eidolon letzte Änderung 19.12.04. Eidolons Alchemie ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.

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