Destillation, destillieren


Synonym Schneider:

Destillare

 

Astrolog. Zuordnung:

Jungfrau (Pernety 1758)

 

 

Auflösung, Zerschmelzung, Zertriefung des Stoffes, Teiloperation der Solution (Waltharius 1956)

 

Das Destillationsgut wird in einem geeigneten Gefäss (Vesica destillatoria, evtl. mit aufgesetztem Alembicus, oder eine Retorta) erhitzt. Die flüchtigen Anteile werden dabei ausgetrieben, in einer Kühlvorrichtung kondensiert und in einer Vorlage (Receptaculum) aufgefangen. Wird nur ein bestimmter Teil abdestilliert, spricht man von Abstrahere, abziehen. (Schneider 1962)

 

Destillation und Sublimation wurden von den Alchemisten bis ins 19. Jahrh. hinein immer wieder verwechselt. Wenn sie in ihren alchemistischen Gefässen Dämpfe aufsteigen, kondensieren und wieder verdampfen sahen, glaubten sie, Zeugen einer wunderbaren Umwandlung zu sein, worin die "Seele" der Materie sich von ihrem "Körper" trennt, sich auf einer höheren Ebene verfeinert und rein mit ihm wiedervereinigt.

Destillation und Sublimation wurden auf alchemistischen Illustrationen manchmal durch den Uroboros - die Schlange, die sich in den Schwanz beisst - symbolisch dargestellt, um die kreisförmige Bewegung des Vorgangs zu verdeutlichen. Meist jedoch hat man sie durch himmelwärts fliegende Vögel oder den Flug der Seele aus dem Körper und ihre Rückkehr in ihn symbolisiert. (Coudert 1992)

 

 

       

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