Alumen, Alumen ...


Alumen  
Synonym Anonym 1755: Alaun

 

Alaune sind allgem. Doppelsalze aus Sulfaten von Alkalien und dreiwertigen Metallen. Speziell ist mit Alumen Kaliumaluminiumsulfat (KAl(SO4)2x10H2O) gemeint. Diese Verbindung kommt mineralisch vor: Alumen rochae, Alumen Romanum, oder sie wurde durch Auslaugen von luftoxydiertem Alaunschiefer gewonnen. Da bei dieser Aufbereitung oft ammoniakhaltiges Material zugesetzt wurde, war Alumen häufig (besonders in älteren Zeiten) Ammoniumaluminiumsulfat (NH4Al(SO4)2x10H2O). (Schneider 1962)

 

Alumen calcinatum

Gebrannter Alaun. (Anonym 1755)

 

Alaun, der mit 10 Mol Kristallwasser kristallisiert, wird durch vorsichtiges Erhitzen völlig entwässert. Ältere Vorschriften (etwa bis zum 17. Jhd.) lassen den Alaun so stark glühen, dass er Schwefelsäure verliert und teilweise in Aluminiumoxid (Al2O3) übergeht. (Schneider 1962)

 

Alumen catinum

Pottasche, Weidasche. (Anonym 1755)

 

siehe auch: Alcali (Anonym 1755)

 

Alumen de Rocho

Als "Alumen de Rocho" äusserlich gebraucht, und als trocknendes, zusammenziehendes, reinigendes, fäulniswidriges Mittel geschätzt gewesen. (Gessmann 1899)

 

Alumen plumeum; Alumen plumosum

Federweiss. (Anonym 1755)

 

Ursprünglich eine in ganz feinen Fäden kristallisierende Alaunsorte, die aber schon im 16. Jhd. stets durch den gleichfalls in weissen Fasern kristallisierten mineralischen Asbest (Hauptbestandteil Magnesiumsilikat) ersetzt wurde. (Schneider 1962)

 

Alumen rochae

siehe: Alumen (Schneider 1962)

 

Alumen romanum

siehe: Alumen (Schneider 1962)

 

Alumen saccharinum

Zuckeralaun. (Anonym 1755)

 

Alaunzucker. Als "Alumen Saccharinum" in der Pharmazie gebraucht, wurde diese Droge aus rohem Alaun, Eiweiss und Rosenwasser gemischt, und in der Form kleiner Zuckerhüte getrocknet. (Gessmann 1899)

 

Ursprünglich ein besonders reiner, gut kristallisierender Alaun, der dem Kandiszucker äusserlich glich. Darstellung durch Klären einer heissen Alaunlösung mit Rosenwasser und Eiweiss, anschliessend Kristallisation in besonderen Gefässen. Schon im 16. Jhd. wurden stattdessen meist (und später stets) Mischpräparate aus Alaun, Zucker und Eiweiss in den Apotheken angefertigt. (Schneider 1962)

 

Synonym Anonym 1755: Alaunzucker

Alumen ustum

siehe: Alumen calcinatum (Anonym 1755)

 

Alumen zaccarinum

siehe: Alumen saccharinum (Anonym 1755)

 

 

       

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