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Ein christlicher
Partnerschaftslehrgang
Die Sklaven sollen zur Ehre
Gottes
noch eifriger Sklavendienste tun,
damit sie herrlichere
Freiheit von Gott erlangen.
Bischof Ignatius


mmer
wieder kommt es auch zwischen christlichen Ehepartnern zum Streit. Und immer
sind es die gleichen Anlässe, weiss meine bescheidene Wenigkeit zu verkünden:
Die allzu knappen Kinder und das allzu laute Kindergeld.
Schauen wir uns nur einmal
"Familie Redlich" an.
Rudi Redlich kommt gerade aus dem
Büro nach Hause. Freudig begrüsst ihn sein treues Eheweib Gabi:
"Rudi, guck mal, was ich hier
habe!"
"Ja, wo hast du denn diese
wunderschöne, sündhaftteure, handcolorierte Familienbibel mit Goldschnitt her,
Gabi?"
"Von dem neu eröffneten
christlichen Buchladen gleich um die Ecke."
"Ja, hattest du denn das Geld
dafür, Gabi?"
"Ja Rudi, denn ich habe unseren
unfolgsamen Sohn Hansel an durchreisende Zigeuner verkauft."
Auf diese Mitteilung reagiert Rudi
unbeherrscht und ärgerlich:
"Ach, ohne mich zu fragen, Gabi,
du treuloses Weib! Das finde ich aber gar nicht richtig von dir! Zu einer wahren
christlichen Partnerschaft gehören Aufrichtigkeit und Vertrauen. Ich aber fühle
mich durch dein Verhalten hintergangen, auch wenn es sich um eine Kleinigkeit
wie der Verkauf unseres ungehorsamen Hansel an durchreisende Zigeuner handelt.
Zur Strafe gehe ich jetzt ohne Nachtisch ins Bett. Bäh!"
Dieser Streit hätte nicht sein
müssen! Gabi hätte sich nur psychologisch und partnerschaftlich korrekt
verhalten müssen. Drehen wir die Zeit noch einmal zurück. Es ist Nachmittag.
Rudi sitzt im Büro als das Telephon klingelt.
"Hallo Rudi! Ich bin`s, die Gabi!
Du kennst doch den Hansel?"
"Ja Gabi! Unseren Sohn!"
"Und nun sind hier durchreisende
Zigeuner, die Kinder kaufen."
"Toll, Gabi! Das ist ja eine gute
Gelegenheit unseren ungehorsamen Hansel loszuwerden. Gerade neulich las ich in
der Zeitschrift der Zeugen Jehovas "Rabeneltern", dass durchreisende Zigeuner
immer noch die höchsten Preise für Kinder zahlen!"
"Fein, Rudi! Aber ... "
"Ja, Gabi?"
"Da wäre noch ein Problem, Rudi
... "
" ... von dem ich sicher bin, dass
wir es im partnerschaftlichen christlichen Geiste lösen werden, Gabi!"
"Ich möchte nämlich, dass du von
dem Geld nichts abbekommst und ich es statt dessen in dem neu eröffneten
christlichen Buchladen gleich um die Ecke für eine wunderschöne, sündhaftteure,
handcolorierte Familienbibel mit Goldschnitt verjuble!"
"Gar keine schlechte Idee, Gabi!
Dann bleibt wenigstens nichts für mich übrig."
"Du bist ein Schatz, Rudi! Und
vergiss nicht, im Büro zu essen. Ich habe mal wieder nichts für dich gekocht."
"Au fein, Gabi! Darauf freue ich
mich schon. Und was gibt es zum Nachtisch?"
"Keinen Pudding."
"O ja! Für mich bitte ohne Sosse!"
"Tschüss Rudi, ich muss los, das
Taxi wartet schon!"
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| Ich bin
eine verderbte Sünderin... |
Ich bin bestimmt kein Mucker oder
Spiesser, aber als Fachexperte für christliche Familien möchte ich allen
Ehepartnern dringend raten, sich Gabi und Rudi als Vorbild zu nehmen.
Damit es Ihnen leichter fällt,
will ich diese Lektion mit dem folgenden erbaulichen Merkspruch abschliessen:
Soll die Ehe glücklich sein -
lass öfters mal Zigeuner rein.
Bruder Ambronsius

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