Mein Motto:

Das Wohl des Kindes ist das Unglück der Eltern

 

 

eder weiss, wie man Eltern wird. Ist ja auch nicht schwer ... rein biologisch gesehen. Im Gegenteil: Es ist sogar viel zu leicht. (Ich bin bestimmt kein Mucker oder Spiesser, doch gedenke ich an dieser Stelle, auf dieses schmutzige, sündige und verruchte Thema nicht näher einzugehen!)

 

Keinerlei Ausbildung, keine Prüfungen, nicht mal eine TÜV-Vorführung alle zwei Jahre! Und während Kindern von Geburt an für mindestens zwanzig Jahre jede kleinste Bewegung eingedrillt kriegen, stehen Eltern im Regen und müssen lebenslänglich improvisieren. Kein Wunder, wenn das alles schief geht und sogar christliche Familien reihenweise in die Binsen gehen.

 

Doch Bruder Ambronsius, der Experte für christliche Altenpflege, hat die rettende Idee: Genauso, wie man Medizin, Astronomie, Fischzucht und Theologie studiert, müsste es auch eine Fachausbildung für Eltern geben, mit fundierten religiös angehauchten Kursen, Seminaren und praktischen Übungen bis zur Abschlussprüfung!

 

Der Weg dahin weist...

 

 

Das christliche Kursprogramm

für gute, saubere und treugläubige Erziehende

 

 

So müssen Kinder sein:

Gläubig, brav und demütig...

 

 

 

TECHNIK I: BOHREN UND LÖCHERN

TECHNIK II: BLOCKIEREN UND AUSWEICHEN

Freitag 9.30 – 11.30

 

In diesem Anfängerkurs werden christlichen Eltern alle Grundfragen beigebracht, die sie ihren verstockten Kindern immer wieder zu stellen haben, übersichtlich geordnet nach den wichtigsten Hauptgebieten:

 

WER, wie in: "Wer denkst du bloss, dass du bist, um so mit mir zu reden, du kleiner Teufel!"

 

WAS, wie in: "JESUS, was sind das bloss für Manieren?"

 

WANN, wie in: "Wann benimmst du dich endlich so, wie man es für dein Alter erwarten könnte?"

 

WARUM, wie in: "Warum kannst du nicht so gläubig (brav, züchtig, höflich und hilfsbereit) sein wie alle anderen Kinder?"

 

und WIE, wie in: "Wie kann man bloss so doof sein?"

 

Donnerstag 14.00 – 18.00

 

Ein Fortbildungskurs für Absolventen von TECHNIK I, um zu verhindern, dass diese ihrerseits von den Kindern mit vorlauten und frechen Fragen gelöchert werden.

 

Zu diesem Zweck werden wirksame Ausweich-Antworten und Gegenangriffe eingeübt – wie z.B.:

 

FRAGE DES KINDES AUSWEICH-ANTWORT
"Darf ich ins Kino gehen?" "Das hat mir gerade noch gefehlt!"

"Krieg ich mehr

Taschengeld?"

"Als ob ich nicht genug Probleme im Leben hätte!"
"Kann ich heute das Auto haben?" "Nicht, wenn dein Zimmer ein solcher Saustall ist!"
"Wie spät ist es?"          "Höchste Zeit, dass du endlich vernünftig wirst!"
"Mögt ihr mich überhaupt?" "Mach keine dummen Witze!"
ELEMENTARES NÖRGELN (SEMINARÜBUNG) PROPHETOLOGIE: GEGENWART UND AUSBLIC

Dienstag 8.00 – 10.00

 

Im Gegensatz zur herkömmlichen Meinung besteht Nörgeln nicht aus planlosem Rumgemotze oder Anbrüllen, sondern ist eine Kunstform mit klassisch-biblischen Regeln.

a

Dieses Seminar dient dazu, Ihr Nörgeltalent zu fördern und auszubilden – und zwar auf drei Hauptebenen:

 

1. Wie sitzt man einem Kind ewig im Nacken und beisst sich dort fest – bis zum Lebensende?

 

2. Wie treibt man ein Kind zum religiösen Wahnsinn (oder ausser Haus, je nachdem was zuerst kommt)?

 

3. Wie findet man die empfindlichsten Stellen eines Kindes, um dann ewig darauf herumzuhacken?

 

Jedes Seminar ist mit Versuchskindern aus dem Waisenhaus von Mutter Theresa ausgestattet, an denen Weise und Wirkung der Nörgeltechnik praktisch erprobt werden kann.

 

 

Freitag 15.00 – 17.00

 

Dieser Lehrgang macht Sie in den Augen des widerspenstigen Kindes zum allmächtigen Propheten, da der Kurs Ihnen alle nötigen Wörter und Phrasen beibringt, um ihren Nachkommen eine niederschmetternde, vernichtende Zukunft vorauszusagen – zum Beispiel:

 

1. "Aus dir wird nie und nimmer etwas werden!"

 

2. "Du wirst in der ewigen Hölle landen, so wahr ich hier stehe!"

 

3. "Eines Tages wirst du es bitter, bitter bereuen, wie du deine armen Eltern behandelt hast ... aber dann ist es zu spät!"

 

4. "Du wirst uns noch ins frühe Grab bringen!"

a

5. "Wenn du nicht den Spinat (oder wahlweise: Spargel, Blumenkohl, Kartoffelbrei, Krautsalat, Gemüsepampe, Erbsenbrei, Gurkenkram) aufisst, wirst du niemals zu Kräften kommen."

 

6. "Wenn du deine Hausaufgaben nicht machst, wirst du als Müllfahrer oder Scientologe enden!"

MEDIZIN-KOLLEG: INNERE WUNDEN SPRACHLABOR: PHRASOLOGIE FÜR ANFÄNGER

Mittwoch 15.00 – 17.00

 

Da in letzter Zeit Gewalt gegen Kinder leider sehr negativ beurteilt wird und dadurch so manche altbewährte christliche Erziehungsmethode in Verruf geriet, bieten ich einen Ersatzkurs an: 

 

"Gewaltlose Unterdrückung von Kindern" oder "Wie man den Bälgern innere Wunden beibringt, die kein Nachbar sieht".

 

Hier lernen Sie spielerisch, wie man systematisch das Selbstvertrauen eines Kindes zerstört und es durch hämische Fragen wie "Kannst du den NICHTS richtig machen?" oder "Wozu hast du denn eigentlich dein Hirn?" zu einem willenlosen kleinen Christen erzieht, das Frieden und Freude ins Haus bringt, weil es sich alles treugläubig gefallen lässt und niemals mehr widerspricht!

Montag 10.00 – 12.00

 

Hier lernt der gläubige Elternschüler die wichtigsten Phrasen für das Fachgebiet "Unerwünschte Ratschläge" nebst passendem Zeitpunkt und Ort für ihre Anwendung, darunter historische, bewährte Sätze wie:

 

1. "Komm nicht zu spät nach Hause!"

 

2. "Pass gut auf der Strasse auf!"

a

3. "Du musst dich wärmer anziehen!"

a

4. "So `ne Art Mädchen bist du nicht!"

a

5. "Jungen wollen immer nur das eine!" – und viele, viele weitere.

 

ANGEWANDTE PSYCHOLOGIE KONFLIKTFORSCHUNG: TAKTIK UND METHODE

Donnerstag 8.00 – 11.00

 

Ziel des Faches ist es, dem Kinde schwere Schuldgefühle zu geben und ihm einzureden, dass seine blosse Existenz den Eltern nichts als Kummer, Sorgen und Unglück bereitet. Erfahrene religiöse Schauspieler zeigen dem Elternschüler, wie man sein Kind allein schon durch Gesten, Körperhaltung und Leidensmiene verunsichert. Ergänzt wird dies durch die Einstudierung berühmter Eltern-Monologe, wie zum Bespiel:

 

1. "Wie kannst du mir das antun, nach allem, was ich stets für dich getan habe?"

 

2. "Du bist erst zufrieden, wenn ich unter der Erde liege!"

 

3. "Das hat man nun davon, wenn man nur für seine Kinder da ist!"

 

4. "Da habe ich mich ein Leben lang abgerackert – und wofür?"

 

5. "Willst du wissen, was der Unterschied zwischen dir und mir ist? Ich sage dir den Unterschied: ICH habe meine Eltern GELIEBT! Jawohl, das ist der Unterschied!"

 

Montag 16.30 – 18.00

 

Da Gebrüll und Wutgeschrei spätestens nach drei bis vier Stunden an Wirkkraft verliert, bietet dieser Lehrgang erfolgreichere Methoden an, um sein Kind gefügig zu machen. Statt dämonisch zu brüllen: "Na warte, ich bringe dich um!",  wird hier die Einschüchterung auf indirekte Weise geübt, indem die Eltern:

 

1. Prospekte von christlichen Erziehungsheimen und Jugendgefängnissen im Wohnzimmer herumliegen lassen.

 

2. Den Hund des Kindes vergiften.

 

3. In der lokalen Presse eine Anzeige aufgeben, dass im Haus ein Kinderzimmer zu vermieten wäre.

 

4. Eine Partei mit dem Zweck zu gründen, die Wehrpflicht ab dem 14. Lebensjahr einzuführen – und zwar auch für Mädchen.

 

5. Vor dem Bett des Kindes jeden Abend aus Holz und Reisig einen Scheiterhaufen errichten.

 

Nach Berichten vieler Absolventen ist dieser Kurs so erfolgreich, dass sie ihre Kinder schon monatelang nicht mehr gesehen haben!

BRÜLLEN FÜR FORTGESCHRITTENE KOMMUNIKATIONSTECHNIK: GRUNDKURS

Freitag 16.00 – 19.00

 

Wer trotz des vorgenannten Konfliktforschungs-Seminars auf das Brüllen und Schreien nicht verzichten will, sollte dies wenigstens mit Übung und Meisterschaft tun. Dieser Lehrgang zeigt den Weg, wie aus dilletantischem Kreischen hochwirksames und kunstvolles Profi-Brüllen wird – unter Berücksichtigung besonderer Schreitechniken wie:

 

1. Brüllen in Autos und ähnlichen abgeschlossenen Örtlichkeiten zwecks Erhöhung der Wirksamkeit ("Wenn du so weitermachst, dann werfe ich dich aus dem Auto und du kannst dann sehen, wie du zu Fuss nach Hause kommst!")

 

2. Brüllen, so dass es die Nachbarn nicht hören ("Hoffentlich erfährt niemand, was für einen missratenen Balg ich habe!")

 

3. Brüllen, so dass es die Nachbarn hören ("Ist mir völlig egal, wenn alle erfahren, was für einen missratenen Balg ich habe!")

 

4. Brüllen aus vollen Leibeskräften ("Ist mir völlig egal, wenn die ganze Welt erfährt, was für einen missratenen Balg ich habe!")

Mittwoch 15.30 – 17.30

 

Ein Geheimnis ist kein Geheimnis, wenn man es nur selber kennt. Es ist nur dann ein Geheimnis, wenn man es anderen mitteilt.

Auf dieser Grundlage lernt der christliche Elternschüler, wem er die tiefsten und peinlichsten Geheimnisse seiner Kinder erzählen muss, um die erzieherisch grösste Wirkung zu erzielen. Als Beispiel:

 

DAS GEHEIMNIS WEM MAN ES ERZÄHLT
"Er ist noch Bettnässer!" Seiner Freundin!

"Ich habe ihn gestern beim Onanieren erwischt!"

Seinen Grosseltern!
"An sich würde sie gar keinen BH brauchen!"  Den Freunden ihres Bruders!
"Er will Ballettänzer werden!" Seinen Fussball-Kumpels!
"Sie ist in den Prediger verknallt!" Ihren Freundinnen der christlichen Gemeinde!
VERGLEICHENDE WISSENSCHAFT SPRACHLEHRE: ELTERNDEUTSCH

Diensttag 11.00 – 13.00

 

Grösstes Hindernis für die totale Beherrschung eines Kindes durch seine Eltern ist das "Selbstwertgefühl", weshalb es Zweck dieses Seminars ist, dieses gefährliche satanische Gefühl aufzustöbern und auszurotten. Dies geschieht mit Hilfe raffinierter Fragen, die auch den grössten Selbstwert im Nu ins Wanken bringen wie zum Beispiel:

a

1."Wieso kannst du nicht so gläubig (oder: brav, klug, hilfreich, sauber, anständig, nett) sein wie deine Schwester?"

 

2. "Wieso ist das einzige, wofür du begabt bist, zerstören, faulenzen und gemein sein?"

 

3. "Wieso haben deine Freunde schon 49 Tore erzielt, während du nur herumstehst wie eine vertrocknete Pflaume?"

 

4. "Wieso bist du nicht wie die anderen Kinder in deinem Alter?"

 

Zusätzlich lehrt dieser Kurs auch die Anwendung und Meisterschaft des gefürchteten "Umkehr-Vergleichs" durch Phrasen wie: "Ist mir schnurzegal, wie die andere Kinder in deinem Alter sind – du tust, was ich sage und damit basta!"

Dienstag 15.00 – 17.00

 

Dass sich die Sprache der Eltern grundsätzlich von der Sprache der Kinder unterscheidet, ist zwar im Prinzip bekannt, doch bietet dieser Lehrgang erstmals eine komplette Zusammenfassung sämtlicher Phrasen, mit denen man sein Kind einschüchtern, verwirren und unterdrücken kann. Bedenken Sie, dass Ihr Kind (nach Bibel, Haus, Auto und Fernseher) ihr wertvollster Besitz ist, so dass es die Zeit und Mühe wert ist, nicht nur Eltern zu sein, sondern auch wie Eltern zu KLINGEN! Und dazu verhelfen Ihnen die altbewährten, klassischen Phrasen wie:

 

1. "Warte nur bis Vati nach Hause kommt!"

 

2. "Ist das der Dank, den ich bekomme?"

a

3. "Komm mir ja nicht mit der Ausrede, der Fleck wäre schon vorhin auf dem T-Shirt gewesen!"

 

4. "Glaube nicht, dass du zu gross bist, um eine übers Maul zu kriegen!"

q

5. "Ich hoffe, deine Kinder machen dich auch mal so unglücklich wie du mich!"

 

6. "Schau nicht so unschuldig drein, du kleiner Satan!"

 

7. "Wieso ICH???" ... und viele Millionen mehr.