Die kabbalistisch-alchemisch-hermetischen Geheimnisse

 

eines CocaCola-Bechers von McDonalds

 

Nec tempora perde precando!

Verliere keine Zeit durch Beten!
Ovid, röm. Dichter, 43 v.Chr. - 18 n.Chr.

 

 

ey, seit ihr im Laufe eurer okkulten Studien schon mal über den Namen "Cornelis de Jager" gestolpert?

 

Nööö...?

 

Nun, Cornelis de Jager war zwar kein bekannter Alchemist, Kabbalist oder Hermetiker, er entwickelte dafür aber immerhin die edle Kunst der "Radosophie", eine moderne Form der Zahlenmystik zur Entlarvung numerologischer Phänomene.


De Jager vermass vier Parameter eines holländischen Damenfahrrades (Pedalweg, Durchmesser des Vorderrads, der Lampe und der Klingel) und zeigte auf, dass sich aus diesen wenigen Parametern, mit einfachen mathematischen Operationen etliche physikalische Konstanten und astronomische Werte errechnen lassen (Lichtgeschwindigkeit, Erddurchmesser und Erdgewicht usw).

 

Und was bezweckte er damit?


De Jager ist Mitglied der internationalen wissenschaftlichen Skeptiker-Gemeinde, die es sich zur Aufgabe gemacht hat die unwissenschaftlichen Methoden und Ergebnisse von allerlei Pseudowissenschaften zu entlarven.

Sein Verdienst ist es letztendlich, dass die Auseinandersetzung mit der "Radosophie" den Blick für mathematische Zusammenhänge schärft und die Möglichkeiten der Manipulation, die diese eröffnen.

 

Nehmen wir zum Beispiel anstelle eines Damenfahrrades die "Kathedrale von Chartres" und "Notre Dame in Paris" und erweitern die Lehre der "Radosophie" zur "Kathedralsophie"!

 

Sind diese Kathedralen wirklich ein Mahnmal und ein Vermächtnis der zeitlosen, geheimen Weisheit, wie sie immer wieder von Hermetikern aller Couleur verkündet wird?

 

Möglicherweise, aber ganz bestimmt nicht zwingend!

So könnte es meines Erachtens mehr als nur lohnend sein darüber nachzudenken, ob Fulcanelli ("Das Geheimnis der Kathedralen") und Louis Charpentier ("Die Geheimnisse der Kathedrale von Chartres"), gewiss zwei helle Kerlchen, ihr grosses okkult-hermetisches Fachwissen nicht einfach nur in die unglaubliche Fülle von Symbolen, Zahlen und Proportionen hineinprojizierten und aus den Kathedralen genau das alchemistische und okkulte Geheimwissen herausinterpretierten, von dem sie glaubten, dass dieses in den Kathedralen auch verborgen sein muss.

(Das habe ich mich übrigens fortwährend gefragt, als ich ihre Bücher studierte und die Kathedralen vor Ort studierte.)

 

Ist es daher nicht möglich, dass jede Hermetikerin und jeder Okkultist aus praktisch allen Alltagsgegenständen, Bildern und Ornamenten, gleichsam der "Radosophie", okkulte, hermetische und alchemistische Hinweise herauszulesen, beziehungsweise hineinzuprojizieren vermag, wenn man auf genügend esoterische Informationen zurückgreifen kann?

 

Finden wir somit somit nicht auch okkultes Wissen bei den Simpsons?

Enthält die Proportion eines Batman-Comics nicht die Höhe der Cheopspyramide, sowie die Distanz Erde-Sonne?

Finden wir nicht auch alchemistische Bezüge im Aufdruck einer Marlboro-Zigarettenschachtel?

 

Ja, so ist es!

 

Und so entdecken wir auch in den Proportionen, der Form, der Farbgebung und den Buchstaben eines CocaCola-Bechers von McDonalds, wenn wir nur genug Kreativ sind, das Geheimnis des Universums verborgen, der Stein der Weisen, das Summum Bonum und alles Glück der Welt!

 

 

Aus dem alchemistischen Buch "Mutus Liberensis Ronaldensis"

 

 

 

Immer wieder offenbart sich das Göttliche im Profanen, im Unauffälligen, dem Gewöhnlichen, unsichtbar und verachtet von der unerleuchteten Masse, doch immer klar ersichtlich für den Eingeweihten und den Wissenden, dem Menschen, dessen sehnendes Herz sich dem Grossen Werk zuzuwenden vermag.

Schon der berühmte französische Alchemist und esoterische Schriftsteller, der uns unter dem Pseudonym Fulcanelli (die genauen Lebensdaten sind unbekannt) die Bücher Le Mystère des Cathédrales ("Das Geheimnis der Kathedralen", erschienen 1926) und Les Demeures Philosophales ("Die Wohnstätten der Philosophen", erschienen 1930) hinterlassen hat, offenbart in seinen Büchern die tiefsten hermetisch-alchemischen Geheimnisse der Embleme und Symbole der Kathedralen.

Doch nur die Wenigsten erahnen, dass die erleuchteten Adepten, die das Schicksal der Menschheit seit Anbeginn der Zeiten wohlwollend geleiten, ihre Zeichen und Siegel nicht nur in den Symbolen der Kathedralen und Proportionen der Tempel und Pyramiden hinterlassen haben, sondern auch in den alltäglichen Gegenständen, die die Menschen tagtäglich umgeben.

So halte ich zum Beispiel einen CocaCola-Becher von McDonalds aus der Zeit der olympischen Winterspiele 2007 in Turin in meinen Händen und frage mich, warum die Menschen nur glauben und annehmen können, dass dieser Becher ein profanes Alltagsprodukt sein soll!
In Wahrheit wurde dieses okkulte Kleinod mit all seinen Details von einem wahren Eingeweihten entworfen, um somit gegenwärtigen und zukünftigen Generationen von wahrhaft Suchenden die Fackel des hermetischen Wissens weiterreichen zu können, auf dass das Licht des okkulten Wissens durch die Stürmnisse der Zeiten weiterexistieren zu vermag.

Zum ersten erscheint dieses Objekt augenscheinlich wie ein gewöhnlicher, profaner Becher.
Doch bei einer genaueren, tieferen Betrachtungsweise symbolisiert dieser Pappbecher Empfänglichkeit, das Passive, Rezeptive und verkörpert als vereinfachtes Sinnbild den Kelch der Mysterien, den Kessels der Wandlung, das amaltheische Füllhorn und letztendlich… nicht sogar den heiligen Gral?

Doch was wurde nicht schon alles über den heiligen Gral geschrieben und offenbart?!

So wurde und wird aus berufenem Munde gelehrt, dass der Gral in Wirklichkeit Dagda`s Kessel der Fülle sei, der allen Hungernden zu essen gibt, dass er ursprünglich ein Artefakt der keltischen Unterwelt ist oder aber Cerridwens Kessel der Inspiration und Transformation. Des Weiteren wird kund getan, dass er aus dem Smaragd geschnitzt sein soll, der aus der Krone von Luzifer fiel, als er aus dem Himmel gestürzt wurde, oder der Gral verkörpere den Abendmahlkelch von Jesus Christus, der an Joseph von Arimathea vermacht worden ist.

Wie dem auch sei, trotz allen vermeintlich gegensätzlichen keltischen, gnostischen und christlichen Deutungsversuchen, gibt es doch ein verbindendes Motiv, das alle Gralsversionen eint.
Egal, was wir uns auch unter dem Gral vorzustellen wagen, die Leere, die der Gral, wie auch der Pappbecher umschliesst, ist bei beiden dieselbe. Das Symbol der Leere, der Tiefe und Weite, das Offen- und Unkonditioniert-Sein, ist das Wesentliche, das somit der Bewusstseinszustand des Coca-Cola-Bechers verkörpert.
Eine unabdingbare Geisteshaltung, um sich überhaupt an das grosse Werk heranwagen zu können.

Auf einer anderen, tieferen Ebene verkörpert dieser einfache Becher auch das alchemistische Gefäss, die Vase der Kunst, die die Prima Materia enthält, die heilige Erde "Paradesha" (Sanskrit), chaldäisch Pardes, das Paradies, wo die Quelle der Erkenntnis am Fusse des Lebensbaumes, der Brunnen der Urd gelegen ist, aus dem der Trank der Unsterblichkeit, das Elixier des Reichtums und langen Lebens fliesst, an der Weltesche, unter der die drei Nornen den Schicksalsfaden spinnen.

So verkörpert die verborgene heilige, okkulte Erde, das hermetische Manna, verborgen im Zentrum des kabbalistischen Raumwürfels, gleichsam die Quelle, wie auch die Ströme des Paradieses, die stetig aus der Vase der Kunst fliessen. Im Tarot wird diese Vase (der Pappbecher) übrigens auf der 17.Tarotkarte "Der Stern" dargestellt und dort von Isis Urania, der himmlischen Isis in Händen gehalten.

Der Becher wird in diesem Fast-Food-Geschäft der Kundschaft auslaufsicher, sprich hermetisch verschlossen übergeben. Somit wandelt sich der Coca-Cola-Becher, die Vase der Kunst zum geschlossenen Gefäss, zum stilisierten philosophisches Ei "Ovum philosophorum", dem Gefäss, in dem ein Stoff längere Zeit digeriert oder fixiert wird. Dieses Behältnis nimmt in der Kunst der Alchemie die Rolle des schützenden Leibes der Erde ein und wird daher von manchen Autoren auch als "Gebärmutter" bezeichnet, in der die Metalle ihrer Vollkommenheit entgegenzureifen vermögen.

Dieser hermetisch verschlossene Becher gemahnt zudem an eine der unabdingbaren Tugenden des grossen Werkes, die Arkandisziplin des Schweigens, auf dass die feinstofflichen jetziratischen Energien sich nicht verflüchtigen können, bevor sie sich in Malkuth manifestieren können.

Der Pappbecher ist ein Abfallprodukt, unbeachtet liegt es am Wegesrand, wo ich ihn auch aufgefunden habe. Anschaulich wird hier auf die Prima Materia angespielt, von der es unter anderem heisst, dass die Prima Materia überall aufgefunden werden kann, achtlos liegt sie am Wegesrand, ignoriert und belächelt vom gewöhnlichen Mensch.

Beim Öffnen des Bechers erkenne ich, dass noch ein eingedickter Rest des Coca Colas darin enthalten ist. Durch die dunkelbraune, fast schwarze Farbe dieser Flüssigkeit, weist uns der Adept, der den Becher entworfen und hinterlegt hat, unmissverständlich auf Khem hin, das "dunkle Land", die dunkle fruchtbare Erde des Nils, das Ursprungsland der "Al-Khemie" hin, von dem es heisst, dass dort alle Wunder der Welt verborgen liegen.

 

Die grundlegende Farbe des Bechers ist "weiss". Dies weist darauf hin, dass hier der Hauptaugenmerk vor allem auf die zweite Stufe des alchemistischen Prozesses Albedo, die Weissung, gelegt wird.

Weiss wird in der Kabbala der ersten Sephirah
Kether, der Krone des Lebensbaumes zugeordnet.

 

Sie ist    Rashith ha Gilgalim, "der erste Wirbel", die erste Bewegung des manifestierten Universums und wird in der Körperalchemie mit dem 1000 blättrigen Lotus und dem innersten Funken des Seins assoziiert, ist Jechidah, das unteilbare Selbst.
Dass die Farbe Weiss in der Heraldik zudem mit dem Mond verbunden ist, mag hier noch besonders erwähnt werden.

All dies weist darauf hin, dass der Mensch, nachdem er auf seinem Wege die "dunkle Nacht der Seele" durchschritten hat und den mystischen Tod erfahren hat (eine von vielen Möglichkeiten den Nigredo-Prozess deuten zu können) fähig wird, gleichsam der Empfänglichkeit des Mondes, das strahlende Licht Kethers reflektieren zu können. Hier wird ganz klar der Gedanke der moralischen und ethischen Reinheit angesprochen. All die weiteren Schritte des Grossen Werkes werden all denen verwehrt sein, die dieses wichtige Ereignis noch nicht erreicht haben.

So weist der farbliche Bezug des Pappbechers zu Kether unmissverständlich auf das Ziel aller alchemistischen Arbeit, den Tugenden Kethers hin, die da wären: Das Erreichen, die Vollendung des grossen Werkes.

Für den Uneingeweihten und Profanen erscheint es so, als ob der Pappbecher ausschliesslich den olympischen Winterspielen geweiht ist, doch was mag das eingeweihte Auge darin zu erblicken?

Zu unterst entdecken wir an der Basis des Bechers mehrere spielende, lachende Kinder und eine einzelne Frau, gleich darüber befinden sich 5 ineinander gekettete Kreise, das Symbol der olympischen Spiele und zuoberst ist letztendlich der Aufdruck "Mc Donalds" dekorativ auf den Becher aufgedruckt.

Nun, die Kinder und die Frau weisen in subtiler Weise auf die fortgeschrittene Phase des Grossen Werkes, das "Kinderspiel und Weiberwerk" hin, von dem schon Salomon Trismosin im alchemistischen Buch "Splendor Solis" sprach.
Oberflächlich betrachtet, so wird es in den alten Schriften überliefert, ist dies ein Hinweis darauf, dass das Magnum Opus, das Grosse Werk, keiner aussergewöhnlichen Leistung bedarf, selbst von Frauen und Kindern kann es vollzogen werden. Fürwahr eine ziemlich abwertende Aussage für jede aufgeklärte, moderne Frau, die sich mit den Mysterien der Alchemie heranzusetzen weiss.
Dies ist aber, wie alles in der hermetisch-alchemstischen Symbolik nur metaphorisch zu verstehen, denn das Weiberwerk weisst einmal mehr auf Albedo, die Weissmachung (Wäscherei) der schwarzen Materie nach der Nigredo-Phase hin.

Das Kinderspiel deutet nebst dem Hinweis, dass in der fortgeschrittenen Phase des Kinderspiels ausser dem Unterhalt des konstanten Feuers nichts mehr zu tun bleibt als sich die Zeit zu vertreiben, auf eine Tugend hin, die leider nur zu oft auf dem hermetischen Pfad vernachlässigt wird.
Welch eine Freude ist es, Kinder in ihrem Spiel zu beobachten. Sie spielen mit dem, was die Erwachsenen übersehen, gering schätzen und womöglich sogar verachten (prima Materia), voll der Konzentration, versunken, unermüdlich im Spiel mit einem Lachen im Herzen.
Das Grosse Werk ist letztendlich immer auch "lila" (hindu.), das Grosse Spiel. Das grosse Spiel der Manifestation lädt uns ein, am Tanz des Lebens teilzunehmen, zu erkennen, wie wertvoll und unerlässlich diese "kindlichen" Tugenden auf dem okkulten Pfade sind, um so den "Narren" des Tarot, sprich das authentische und ursprüngliche Ich, das hinter allen unbewussten Konditionierungen verborgen liegt, zu verwirklichen. Der wahre Narr und die wahre Närrin sind ungebunden, verspielt und frei und werden bisweilen von den Menschen wegen ihrer unkonventionellen Art und Lebensweise verlacht. Sie haben den Abyssos durchschritten und sich von allen Dogmen, sowie esoterisch-okkulten-religiösen-philosophischen Systemen befreit.
"Offene Weite, nichts von heilig!" (Zen)

Die fünf Ringe symbolisieren selbstverständlich die vier Elemente der Weisen, Feuer, Wasser, Luft, Erde und die Quintessenz. Die gegenseitige Verkettung weist darauf hin, dass die Elemente nur in unserer Wahrnehmung getrennt voneinander existieren, in Wirklichkeit aber gehen sie ineinander über, hängen voneinander ab und bedingen sich gegenseitig. Auch der offensichtliche Bezug zu den Mysterien des Pentagramms sei hier noch kurz erwähnt.

Über den fünf Kreisen sind die Worte "Mc Donalds" aufgedruckt. Interessant mag erscheinen, dass diese Worte aus genau zwei Wörtern bestehen.
Die Zahl Zwei symbolisiert die zwei ewigen kosmischen Prinzipien, das kosmische Wasser, das dem kosmischen Feuer Form verleiht und das kosmische Feuer, das das kosmische Wasser belebt. Beide zusammen bilden das kosmische Hexagramm.
Die zwei Worte befinden sich, wie schon erwähnt, über den fünf Kreisen, sind also diesen Kreisen "übergeordnet".
Hier wird unmissverständlich offenbart, dass sich die beiden kosmischen Prinzipien durch die fünf alchemistischen Elemente auszudrücken vermögen und somit die Grundlage ihrer Existenz sind.

"Mc Donalds" besteht aus zwei und sieben Buchstaben. Die zwei und sieben Buchstaben versinnbildlichen an dieser Stelle die Dualität des Seins, die sich in den sieben Prinzipien des göttlichen Plans offenbart.

Dieser duale Aspekt der sieben Prinzipien entdecken wir sowohl im kabbalistischen Lebensbaum, wo jeder Sephirah, die einem Planeten entspricht sowohl eine Tugend, wie auch ein Laster zugeordnet ist, wie auch in den sieben Buchstaben des hebräischen Alphabeth, die den Planeten zugeordnet werden. Diese werden auch dort sinnigerweise die "Doppelten" genannt, da sie sowohl hart oder weich ausgesprochen werden können und kosmische Gegensatzpaare verkörpern.

In diversen okkulten und kabbalistischen Schriften wird immer wieder darauf hingewiesen, dass das kosmische Bewusstsein das Universum mit Hilfe der 22 hebräischen Buchstaben erschaffen haben soll. So verstanden, verkörpern sie alle Aspekte des Universums und des menschlichen Bewusstseins.
 

"Die zweiundzwanzig Klänge und Glyphen sind das Fundament aller Dinge.
Drei Mütter, sieben doppelte und zwölf einfache (Zeichen).
Die drei Mütter sind Aleph, Mem und Shin, das sind die Elemente Luft, Wasser und Feuer."

Sepher Jetzirah


Erläutern wir mal kurz diese Unterteilung:

 

Diese drei verkörpern die drei Elemente Aleph-Luft, Mem-Wasser und Shin-Feuer.

Sie sind die Dreiheit-Einheit, aus der alles was existiert, geboren worden ist. Mem und Shin sind gegensätzliche Kräfte, während Aleph die Vermittlerin ist und das Gleichgewicht zwischen ihnen erhält. 

 

Sie verkörpern auch noch die folgenden drei Zustände:

 

-

-o

-

Aleph-Gleichgewicht, Mem-Passiv und Shin-Aktiv

die drei indischen Gunas (Qualitäten, wie sich die Prima Materia auszudrücken vermag): Aleph-Sattva(Erleuchtung, Sein), Mem-Tammas (Trägheit, Unwissenheit) und Shin-Rajas (Aktivität, Leidenschaft)

die drei alchemistischen Prinzipien: Aleph-Mercurius (Geist), Mem-Sal (Körper), Shin-Sulphur (Seele).


Die schon vorher erwähnten sieben Doppelten entsprechen den sieben klassischen Planeten, den sieben Chakras, den sieben Tagen der Woche, die sieben Richtungen des Raumes usw.

Die zwölf Einfachen symbolisieren die zwölf Tierkreiszeichen und die Monate des Jahres.

Zusammengezählt summieren sich die beiden Worte zu neun Buchstaben und weisen somit auf den Eremiten der 9. Tarotkarot, die Intelligenz des Willens hin, der den Bewusstseinszustand des Menschen verkörpert, der sich selbst verwirklicht hat. Er steht als Adept auf den Berggipfeln als Lichtträger für jene, die ihm von unten auf seinem Pfad folgen.

Kabbalistisch kann man
Mc Donalds folgendermassen analysieren:

Mc hat den Zahlenwert 60.
Folgende Worte dienen gematrisch der Analyse dieses Zahlenwertes:
 

Samekh - Stütze, Zeltpflock; anlehnen, stützen; sich trauen; sich nähern

Kakhan - proben, prüfen; erproben von Metallen durch Feuer; ein Wachturm; Beweis

Keliy - alles Vollendete, Vorbereitete, Gemachte; Vase, Gefäss


Samekh, der Zeltpflock, der das Haus der Persönlichkeit stützt, wird der 14. Tarotkarte, der Mässigung zugeordnet. Diese Tarotkarte weist einen starken Bezug zur Alchemie auf, wenn man die Symbolik eingehend betrachtet. So wird auch im Buch Toth von Aleister Crowley diese Tarotkarte sinnigerweise als "Die Kunst" bezeichnet. Beachte auch, dass auch die beiden anderen Wörter einen grossen Bezug zum Grossen Werk aufweisen.

Donalds summiert sich zu 395.

Dieser Zahlenwert hat eine Entsprechung zu
Neshamah und   ha-Shamaim, da beide Worte den gleichen Zahlenwert aufweisen.

Neshamah ist die göttliche Seele, die Intuition, die ihren Wohnsitz im "Verstehen" von
Binah, der 3. Sephirah des Lebensbaumes hat. Sie ist die Urmutter der Formgebung, der Archetyp der Form, das philosophische Sal der Weisen. Die schwarze Farbe dieser Sephirah weist zudem einmal mehr auf die Prima Materia hin.
Den alten Rosenkreutzern entsprach Neshamah "dei gloria intacta", der unantastbaren Herrlichkeit Gottes.

Ha-Shamaim heisst wörtlich übersetzt "der Himmel", der uns allen den himmlischen "Tau" schenkt.
Interessant mag erscheinen, dass das hebräische Wort "Himmel" aus dem Buchstaben Shin, der dem kosmischen Feuer entspricht und dem Wort Mem, dem kosmischen Wasser, zusammengesetzt ist.

Die Betonung bei Mc Donalds liegt klar ersichtlich bei einem grossen gelben "M".

Nun,
Mem entspricht im Tarot der beständigen Intelligenz der 12. Tarotkarte, deren Name "der Gehängte" ist.
Diese Tarotkarte kann für Okkultisten viele Bedeutungen haben, die wichtigste ist jedoch die Umkehr. Dies bezieht sich auf die Umkehr des Denkens, all dessen, was nie hinterfragt und als gegeben angenommen wird. Eine andere Bedeutung ist der "Geist in der Schwebe", den die Hindus Samadhi nennen. In diesem mentalen Zustand erreicht der Schüler angeblich das Bewusstsein des reinen Seins.

Gelb, die Farbe des grossem "M" entspricht
Tiphareth "Schönheit" der 6. Sephirah des Lebensbaumes.
Tiphareth ist die zentrale Sephirah des Lebensbaumes. Sie ist das Fundament der gesamten Manifestation und steht mit allen Sephiroth in Verbindung.
Bei den Rosenkreutzern wird Tiphareth auch als der "philosophische Stein" bezeichnet.
Warum dies so ist, kann nur ansatzweise erläutert werden, denn der Mysterien sind viele.


Hebräisch wird der Stein
Ehben geschrieben und besteht aus drei Buchstaben: Aleph, Beth und Nun. Daraus lassen sich zwei Wörter bilden:

Aleph und Beth ist Ab, der Vater, Beth und Nun entspricht Ben, dem Sohn. Somit versinnbildlicht in der Kabbala der Stein Ehben die Einheit von Vater und Sohn, die Einheit des erwachten Menschen mit dem kosmischen Bewusstsein, dem Ziel allen spirituell-alchemistischen Strebens.

Doch legen wir nun den Schleier der Mysterien über diese kleine Abhandlung, die die Geheimnisse des Pappbechers nur sehr oberflächliche zu lüften vermochte.


Es gäbe noch viel mehr zu sagen, doch:


Armer Narr!
Bist du so einfältig zu glauben,

wir würden das grösste und wichtigste aller Geheimnisse

öffentlich und unverhüllt verkünden?
Artephius 1200