Eine Skizze des Lebensbaumes

 

Es sprach Gott zu König Ahab:

"Wenn Du nicht ablässt von deine Sünden,

schicke ich dir eine grosse Dürre!"

Antwortete Ahab:

"`Ne kleine Dicke wäre mir lieber..."

 

 

k, dann wollen wir mal loslegen und uns ein wenig näher mit dem Lebensbaum auseinandersetzen.

Der   Otz Chiim, der Lebensbaum besteht aus 10 Sphären und aus einer unsichtbaren elften Sphäre. 22 Pfade verbinden diese Sphären miteinander. 

Falls du mit dem Lebensbaum besser vertraut werden möchtest, kann es grossen Spass machen, erst einmal zu lernen, wie man den Lebensbaum geometrisch konstruiert. Schau dir die nun die Darstellung links unten genau an. 

 

Die vier grossen Kreise, die nötig sind um den kabbalistischen Baum darzustellen und natürlich am Ende durchradiert werden können, stellen die vier so genannten kabbalistischen Welten oder Ebenen dar. 

 

  Blank und leer...

Der oberste Kreis entspricht Atziluth, der archetypischen Welt,

der zweite Kreis darunter Briah, der schöpferischen Welt,

der dritte Kreis Jetzirah, der Welt der Formgebung und

der vierte und letzte Kreis entspricht Assiah, der materiellen Welt.

 

Um einen ausgewogenen Lebensbaum darzustellen ist es notwendig, bestimmte Längenverhältnisse zu berücksichtigen. So ist der Durchmesser einer Sephirah immer ¼ des grossen Kreises, der zur Konstruktion des Lebensbaumes notwendig ist. Die Pfade wiederum entsprechen wiederum ¼ dem Durchmesser einer Sephirah.

Dies ist das Grunddiagramm des Lebensbaumes, der als Landkarte der Psyche des Menschen und des Universums verstanden wird und auf den wir ständig Bezug nehmen sollten. 

 

  So zündet der Funken...

Ferner erhalten wir hilfreiche Informationen, wenn wir weitere Diagramme entwerfen und dann die Hinweise, welche uns die neue Darstellung vermittelt, in diese Diagramme einbauen. Es sollte jedoch unser erstes Ziel sein, das Grunddiagramm des Lebensbaumes dem Unterbewusstsein einzuverleiben, was nur durch ein konzentriertes und vor allem kreatives Arbeiten mit ihm erreicht werden kann. Wenn wir eine solche Arbeitsweise beherrschen, können wir weitere Symbole in das Unterbewusstsein versenken, wo sie ruhen und reifen sollen. Nach einer gewissen Zeit werden diese Symbole auf dem Lebensbaum den ihnen angemessenen Platz einnehmen und somit ihre Bedeutung und auch ihre Beziehung zu bereits integrierten Symbolen offenbaren. 

 

Die Sephiroth (Nummern, Sphären, Emanationen) sind der kabbalistischen Tradition gemäss, Stadien in den Emanationen des kosmischen Bewusstseins oder auch Entwicklungsstadien der Verdichtung dieses Bewusstseins in die Welt der Manifestation. Jede Sephirah ist folglich ein Stadium. Nachdem sie sich gebildet und überschüssige Kraft aus sich abgesondert hat, um das folgende Zentrum zu bilden, bleibt sie als ein Kraftzentrum bestehen. 

Dies wird deutlich in der Glyphe des "zündenden Blitzes" oder des "Pfades des flammenden Schwertes".

 

Die Kabbala lehrt, dass jede Manifestation auf dem Gesetz der Dualität aufgebaut ist. 

Die rechte Säule des Lebensbaumes stellt den positiven, aktiven, eher männlichen Pol dar, die linke Säule den negativen, passiven, eher weiblichen Pol. Diese Dualität erscheint überall, nicht nur im Lebensbaum selbst, sondern auch in jeder Sephirah. Jede Einzelne schliesst das Prinzip der Polarität ein. Dem Prinzip der Polarität unterstehen zahllose Formen unserer physischen Umgebung: die Gegensätzlichkeit der Geschlechter, der Atomkern mit den ihn umkreisenden Elektronen, die physische Tat, welche sich aus einem aktiven Teil des Bewegens und einem passiven Teil des bewegt Werdens zusammensetzt. Selbst in der Entscheidung zwischen Tun und Lassen wirkt sich eine solche Polarität aus. Überträgt man die mittlere Säule auf den Lebensbaum so gestaltet sie sich aus den mittleren Sephiroth. Sie ist die Säule des Gleichgewichtes und gewährleistet den Ausgleich zwischen der unterschiedlichen Wesensart der äusseren Säulen. 

 

Der rechte Säule der Gnade, die Chokmah, Chesed und Netzach beinhaltet, werden folgende Attribute zugeordnet:

Könnte ein wenig kompliziert wirken, oder?

-

-

-

-

-

-

Jod und die Farbe weiss

die Säule Jachin des salomonischen Tempels

Energie und Kraft

der alchemistische Sulphur

das Selbstbewusstsein

das Rajas Guna, das Leidenschaft und Energie verkörpert (Die drei Gunas sind gemäss der indischen Philosophie, die drei Daseinszustände, wie sich Prakriti, die Urmaterie offenbaren kann.) 

 

Die linke Säule der Strenge, die Binah, Geburah und Hod in sich vereint, verkörpert:

 

- Beth und die Farbe schwarz

- die Säule Boas des salomonischen Tempels

- Passivität, Konkretisierung der Form

- das alchemistische Salz

- das Unterbewusstsein

- das Tammas Guna, das die Trägheit und die Unwissenheit verkörpert.

 

Der mittleren Säule der Milde, die Kether, Tiphareth, Jesod und auch Malkuth enthält, wird traditionell keine Farbe zugeordnet:

 

- Ausgleich, Harmonie und Gleichgewicht

- der Mercurius der Alchemisten

- das authentische Selbst

- das Sattva Guna, das Glückseeligkeit und Gleichgewicht darstellt.

 

(In vielen magisch-kabbalistischen Tempeln, sind nur die rechte und die linke Säule als materielle Säulen im Tempel sichtbar. Die mittlere Säule wird durch den Aspiranten oder den Hierophanten verkörpert, der sich zwischen den Säulen befindet.)

 

Die Auseinandersetzung mit den Sephiroth und dem Lebensbaum kann möglicherweise den seelisch-geistigen Horizont erweitern. Es besteht allerdings die Gefahr, dass sehr unausgeglichene Menschen sich intensiv zu jenen Kräften hingezogen fühlen, die sie bereits im Übermass in sich tragen und ihnen immer mehr verfallen, da sie den Ausgleich nicht finden können. Wer aber von den Kräften des Lebensbaumes den richtigen Gebrauch macht, für den/die kann er sich als ein ausserordentlich hilfreiches magisches Werkzeug erweisen.

 

C. Knorr von Rosenrotz - Kabbala denundata - Sulzbach 1684

   Keine Schädeldecke?

   Tja, auch des Macroprosopus Hirn will

   gut belüftet sein!

Der Lebensbaum umfasst, wie auch das Leben selbst, einen gewaltigen Komplex verschiedener Aspekte und ihrer Beziehungen untereinander. Er hilft uns, viele Aspekte des Lebens wie mit einem "psychischen Mikroskop" zu betrachten, dadurch kann der Prozess des Erkennens und Erfassens unter Umständen erleichtert werden. 

 

In dem Masse, wie wir die Aussagen des Lebensbaumes zu verstehen lernen, erkennen wir auch die Wahrheit, welche hinter den Erscheinungen des Lebens selber steht. Da die Rätsel des Lebens nie ausgeschöpft werden können, muss auch die Zweige des Lebensbaumes selbstverständlich zeitlebens studiert und immer wieder neu interpretiert und angepasst werden. 

 

Losgelöst vom gesamten Komplex kann ein einzelner Aspekt des Lebens nicht völlig verstanden worden. Ebenso erhalten wir von den einzelnen Sephiroth und den verbindenden Pfaden erst dann ein verständliches Bild, wenn sie uns in allen Beziehungen untereinander verständlich geworden sind. Diese Tatsache muss stets berücksichtigt werden. Um eine Art Basis zu schaffen, von der aus wir den Lebensbaum verstehen können, müssen wir ihn zuerst grosszügig als Ganzes von verschiedenen Aspekten aus betrachten, bevor wir uns mit jeder einzelnen Sephirah befassen. 

 

Eine absolute Einheit, jenseits der Polarität gibt es der kabbalistischen Spekulation zufolge nur im Nicht-Manifestierten, dem reinen Zustand des Nicht-Existierenden, aus dem das Existierende heraustritt. 

Auf dem Lebensbaum wird dieser Zustand durch die drei Schleier hinter Kether, der ersten Sephirah symbolisiert. Es sind dies die drei Schleier der negativen Existenz. Durch einen Schleier kann man zwar hindurch sehen, aber nur undeutlich etwas erkennen. Wenn überhaupt, dann nur mit grossen Mühen können wir den Begriff der negativen Existenz erfassen, denn er entzieht sich weitgehend unserer geistigen Fassungskraft, welche ein wesentlicher Bestandteil der positiven Existenz ist. 

 

Hinter Kether steht also die negative Existenz, aus der alles Seiende hervorgegangen sein soll. Aus dieser geschwängerten Leere emaniert Kether. Die Emanation kann mit einem Kristallisierungsprozess verglichen werden, der in drei Phasen durch die drei Schleier der negativen Existenz symbolisiert wird. Im Hebräischen heissen diese Schleier in ihrer fortschreitenden Konkretisierung: Ain, das Nichts, Ain Soph, die Unendlichkeit und   Ain Soph Aur, das grenzenlose Licht.

 

  Die Kondensation des

  Nichts in die Sphäre

  von Malkuth

Was der Schleier der Negativität birgt, wird das Nichts genannt. Es ist das dunkle Meer aus latenter, strahlender Energie. Die Entsprechung dafür wäre ein Kreis, dessen Umfang unendlich und dessen Mittelpunkt überall ist. Symbolisch wird die Unbegrenztheit von der Null verdeutlicht, nämlich von dem Ausgangspunkt, an dem die Zahlen beginnen. 

 

Aus diesem unbegrenztem Licht bildet sich nun durch eine wirbelnde Bewegung Kether, die Krone heraus. So hat sich ein Zentrum im Nichts kristallisiert, ein Punkt, der nach dem euklidschen Satz zwar eine Position, aber keine Grösse hat. Ausser diesem Punkt existiert noch nichts, weder Zeit noch Raum. Somit kann er der Zahl 1 zugeordnet werden. Dann, wenn die Krone der Schöpfung entstanden ist, wird sie sich ihrer selbst bewusst, sie hat ja nichts anderes, dessen sie sich bewusst sein könnte und meditiert über sich selbst. 

So entsteht die zweite Sephirah, genannt Chokmah, die Weisheit. Somit gibt es jetzt eine scheinbare "Dualität" im Sein und dadurch haben wir die Zahl 2. 

Als nächstes kommt Binah und bildet durch ihr erscheinen das erste Dreieck. Es ist die einfachste flächenhafte Figur. Somit taucht zum ersten Mal die Idee der Form auf. Bisher war alles reine Kraft.

Auch Binah ist Kraft, die aber latent auch das Wesen der Form in sich trägt. Aus den drei Kräften, die allein schon durch ihre Anzahl eine Form zu konkretisieren ermöglichen, ist eine archetypische Idee entstanden. Die Zahl von Binah ist 3, ihr Name ist Verstehen. Wie fein die Abstufung zwischen den Sephiroth sind, erkennen wir, wenn wir uns die Namen von Chokmah und Binah vor Augen halten, Weisheit und Verstehen. Weisheit kann ein reiner Zustand sein, Verstehen impliziert, dass etwas existiert, was verstanden werden kann. 

 

Wir haben nun ein Dreieck, welches das übernatürlichen oder archetypische Dreieck genannt werden kann, im Gegensatz zu dem ethischen Dreieck, das sich aus Chesed, Geburah und Tiphareth zusammensetzt und dem psychologischen Dreieck, das aus Netzach, Hod und Jesod besteht.

Malkuth, die physische Welt, steht diagrammatisch allein da und ist das Äquivalent zu dem psychologischen Dreieck. Das übernatürliche Dreieck, das wir vorher kurz erwähnten, ist auch unter dem Namen   Aimah Elohim, die Mutter der Götter bekannt und hat einen engen Bezug zu den so genannten drei Mütterbuchstaben:

 

- Aleph, Luft, Kether

- Mem, Wasser und Binah

- Shin, Feuer, Chokmah

 

Diese Dreiecke zeigen deutlich in welchen Mittel-Sephiroth sich die verschiedenen Seiten-Sephiroth ausgleichen. Netzach und Hod suchen ihr Gleichgewicht in Tiphareth, Jesod und Malkuth. 

 

Ähnlich finden die ursprüngliche Kraft von Chokmah und der archetypische Formgedanke von Binah ihren Ausgleich in Kether, der Urquelle, durch die das Leben aus dem Nicht-Manifestierten drängt. Weiter unten wo das Konkretere vorherrscht, vollzieht sich der Ausgleich dieser beiden Sephiroth in Tiphareth, dem Mittelpunkt des ganzen Lebensbaumes, der alles im Gleichgewicht hält. Die Pfade, welche die Sephiroth miteinander verbinden, heben die Dreiecke und ihre prinzipielle Bedeutung deutlich hervor. 

 

D.A. Frehner - Die Werke des Jabob Böhme - 1764
  Ein Reiseprospekt aus Hawaii?

Doch kehren wir zum oberen Text des Lebensbaumes zurück und lustwandeln den zündenden Blitz weiter abwärts. Nach Binah erscheint die Sephirah Chesed. Die Kraft, welche bis hierher reines Bewusstsein war, wird jetzt in eine Form gekleidet. Die Phase der Umwandlung, der "Abyssus", ist somit überschritten. Der Abyssus ist die bodenlose Leere, zwischen Kraft und Form. Der Ort, an dem die Umwandlung stattfindet, ist die verborgene Sephirah Daath, Wissen.

Die Geheimnisse von Daath sind tiefgründig und wurden in früheren Kabbala-Schriften wenig berührt. Die Sephirah Daath hat keine Zahl. Mit "Wissen" wird nicht so sehr das Wort in seiner herkömmlichen Bedeutung verstanden, sondern eher im biblischen Sinn, wo das Wissen oder das Erkennen sexuelle Vereinigung bedeutet. Hier wird jedoch an eine "mystische Vereinigung" gedacht in der sich unterschiedliche Daseinsschichten miteinander vermengen. Dadurch wird eine Transformation oder Transmutation der Kraft herbeigeführt. 

 

In Chesed wird die Urform festgehalten. Chesed bedeutet Gnade oder Liebe. Ihr anderer Name, Gedulah, Grösse oder Majestät, vermittelt vielleicht eine bessere Vorstellung von dieser Sephirah. Ihre Zahl ist 4, sie lässt die Assoziation des Vierecks aufkommen, oder eines Grundsteines, auf dem jede weitere Entwicklung aufgebaut ist. 

Aus dieser Sephirah, in der das Fundament für jegliche Stabilität gelegt wird und die dem aufbauenden, expansiven Prinzip entspricht, emaniert Geburah, die fünfte Sephirah. Sie bedeutet Strenge oder Pachad, Furcht. Diese Sephirah wirkt dem aufbauenden Prinzip von Chesed entgegen. Sie ist aktiv, feurig und formauflösend, im Gegensatz zu Chokmah, welche die grosse, noch ungeformte Kraft darstellt und ihr diagonal gegenübersteht. Wir werden sehen, dass die Stabilität von Chesed in ähnlicher Weise eine Widerspiegelung ihres diagonalen Gegenstückes Binah ist, welche die archetypische Idee der Form darstellt.

Das Wort Pachad, Furcht, kann als Attribut Geburahs irreführend verstanden werden. Es bedeutet nicht Furcht im herkömmlichen Sinne, sondern bezeichnet eher die Ehrfurcht, die wir Angesichts grosser Naturkräfte empfinden, z.B. beim Ausbruch eines Vulkanes oder unter dem Eindruck des tobenden Meeres, eines Tornados oder Erdbebens. Chesed ist das formaufbauende Prinzip und Geburah das formauflösende Prinzip des Universums. 

Die Bilder, durch die Chesed und Geburah symbolisiert werden, tragen zum Verständnis beider Sephiroth bei.

Chesed wird dargestellt durch einen König, der würdig auf seinem Thron sitzt, Geburah durch eine Kriegergestalt, die in ihrem fahrenden Triumphwagen steht.

 

Manuskript - Saloniki

  Antiker St.Galler Strassenfahrplan ohne

  Jahr und Quelle

Aus der unsymetrisch-dynamischen fünfseitigen Form Geburahs, die sich aus dem standfesten Viereck symbolisch entwickelt hat, bildet sich nun die sechsseitige Figur von Tiphareth. Diese ist die zentrale Sephirah des Lebensbaumes, in ihr findet der Ausgleich statt zwischen denjenigen Sephiroth, die "oberhalb" und denen, welche "unterhalb" von ihr liegen. Alle Seiten-Sephiroth finden in Tiphareth ihren Ausgleich.

Sie stellt ein Gleichgewicht her zwischen Daath und Jesod und zwischen Kether und Malkuth. Tiphareth heisst daher zu Recht Schönheit.

Sie ist die Manifestation der Kräfte in vollkommenem Gleichgewicht. 

 

Im Zustand des Gleichgewichts wird durch die herabsteigende Kraft ein "Übergewicht" erzeugt und es entsteht die siebte Sephirah Netzach, Sieg.

Netzach ist eine aktive Sephirah und erscheint als Reflex der ihr entgegen gelegenen Sephirah Geburah. Geburah spiegelt, wie wir gesehen haben, wiederum die feurige Natur ihrer diagonal höheren Sephirah, Chokmah wieder. Die Zahl 7, die Netzach zugeordnet ist, erinnert an die 7 Farben des Spektrums.

In Netzach wird die ausbalancierte Kraft von Tiphareth in verschiedene Aspekte aufgeteilt. 

Diese mannigfaltigen Energieaspekte entwickeln sich in Hod, Herrlichkeit, zu Formen. Hier entspricht die Zahl 8 der Fortentwicklung aus der Zahl 4 in Chesed, wo die erste Form herangebildet wird.

Schon weil Hod und Chesed sich diagonal gegenüberstehen, besteht zwischen ihnen eine Beziehung, über die es sich lohnen kann, darüber ein wenig zu meditieren.

Durch die Verbindung der Kräfte von Netzach und der Formen von Hod entsteht die Sephirah Jesod, das Fundament.

Hier werden die Spannungskräfte gesammelt und geordnet, welche sich später in der 10. Sephirah, Malkuth, der physischen Welt, zur Materie formen. 

Mit der Zahl 10 sind wir am Ende der Zahlenreihe. Die in die Form herabsteigende Kraft findet in Malkuth auch ihre Vollendung. 

 

Fassen wir kurz zusammen:

Die Kraft, welche in Kether empor strömt, ergiesst sich in Chokmah und erhält in Binah die Grundvorstellung der Form. Nachdem sie Daath durchschritten hat, steigt sie in die Form herab.

In Chesed, Geburah und Tiphareth manifestiert sie sich als aufbauende, auflösende und ausbalancierte Energie. In Netzach "spaltet" sie sich auf und nimmt in Hod konkrete Form an. In Jesod wird ein Grundschema aufgestellt. In Malkuth findet nun die physische Manifestation statt (E=mc2).