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Binah - Verstehen
Die Urmutter der Formgebung
Ich
zieh´ es vor zu schweigen,
bei Dingen, wo mir das Verständnis fehlt.
Sophokles

inah
wird als die erste Form-Sephira definiert und steht über jeder uns fassbaren
Formvorstellung.   
Binah ist demnach der Archetyp oder die Idee der Form.
Der Begriff der Form könnte man laienhaft folgendermassen definieren:
Im
Zusammenwirken von sich frei bewegenden Kräften, zieht sich allmählich ein
konstantes Muster zusammen und bildet im Rahmen dieses Musters eine
Krafteinheit. Eine solche Krafteinheit kann sich nicht mehr uneingeschränkt
bewegen, sondern muss im Zusammenspiel mit denjenigen Kräften operieren, aus
welchen sie sich zusammengesetzt hat.
Aus
diesen Grundordnungen ergibt sich, so eine okkulte These, die Notwendigkeit der
evolutionären Manifestation. Spirituelle Einheiten oder göttliche Funken,
obwohl in sich selbst vollkommen, sind in der Bedingungsfreiheit des
Nichtmanifestierten oder oberhalb der Formebene des Manifestierten zu keinerlei
Wachstum fähig. Um eine Entwicklung zu ermöglichen sind Begrenzungen des
Aktionsfeldes notwendig. Die Fähigkeit, als Individuum zu handeln wird mit dem
Eintreten in die einengenden Faktoren der Form erworben.
Hierbei
lassen die spirituellen Ebenen angeblich ein relativ hohes Mass von Freiheit offen. Auf
der mentalen Ebene ist die Freiheit schon beschränkter. Das erfährt z.B. der
Schriftsteller, welcher für seine kreativen Gedanken eine bestimmte
Ausdrucksform sucht. Einer noch grösseren Freiheitsbegrenzung unterliegt die
emotionale Ebene, und die grösste Einengung erfährt die physische Welt. (Wer
schon mal vergeblich hinter dem letzten Bus hergelaufen ist, kennt die Begrenzung.)
Ob man nun an höhere Welten oder innere Ebenen glauben mag oder auch nicht, echtes
Wachstum erreicht man sowieso am schnellsten mitten im Kampf des
Lebens. Manche esoterisch ausgerichtete Schüler und Schülerinnen sind oft schon in
fast pathologischer Weise bestrebt, den Aufgaben des Lebens auf die bequemste
Art zu entziehen und zahlreiche mystische/magische Vereinigungen bestärken ihre
Mitglieder noch darin. Okkulte Schüler sollten aber
mitten in den Strudel des Lebens gedrängt werden. Um seiner selbst und auch um
anderer willen sollten so genannte "höhere" Erfahrungen so lange verschlossen
bleiben, bis man gelernt hat, die Aufgaben auf der physischen Ebene zu meistern.
Wer seiner weltlichen Verantwortung nicht nachkommen kann, ist bestimmt auch den Kräften
der seelischen Bereiche nicht gewachsen.
So
sieht man immer wieder "ernsthaft" Suchende, die sich der okkulten oder
esoterischen Lehre wie in einem Supermarkt bedienen (Wie viele Ebenen dürfen's
denn sein? Sieben, zehn, zwölf, dreihundertachtzehn? Oder darf es auch ein
bisschen mehr sein?) und sich in ihrer "Fluchtspiritualität" vor den Tiefs des Lebens (und auch diese gehört nun mal zu unserem Dasein) in höhere
Ebenen, feinstofflichen Sphären, zu ausserirdischen Erlösern (Sirianer,
Plejader oder Commander Jesus), Meistern und Gurus ihre Zuflucht nehmen und sich in
ihrem "Auserwähltsein" und elitärem Gedankengut
selbst beweihräuchern.
Andere
meinen: "Was habe ich noch mit der Welt zu tun, mein Reich ist nicht von
dieser Welt! Ich gehe nur noch den geistigen Weg, meditiere, ritualisiere, lese
"heilige" Schriften und sonst nichts, basta!!!"
"Es gibt blinde Kahlköpfe, die, nachdem sie sich satt gefressen haben,
Meditationen üben und ihre Gedanken anhalten.
Damit sich solche erst gar nicht bilden, fliehen sie den Lärm der Welt und
suchen die Stille.
Das
ist eine abweichende Form des Weges."
Lin-chi
(9.Jh.)
Denn das so genannte "kosmische Bewusstsein", offenbart sich nicht nur, wie manche "echte"
Suchende glauben, in der Meditation, dem Ritual und der schönen Natur, fernab
aller Menschen, dort, wo linde Lüfte wehen und der wilde Bergbach rauscht, dort,
wo wir mit offenen Mündern staunend flüstern: "Ahhh..., was für eine spirituelle
Landschaft erblickt mein trübes Auge!"
Nein!
Mitten
im Lärm des Einkaufscenters im Schlussverkauf, dort offenbart es sich.
Mitten
auf der Bahnhofsstrasse im Lärm der Hauptverkehrszeit, dort offenbart sich
unser wahres Ich!
Natürlich
auch im Wald.
Natürlich auch in der Stille.
Unser wahres Ich offenbart sich überall. In jeder Erscheinungsweise unseres
alltäglichen Lebens. Du brauchst dich nur darauf einzulassen. Du brauchst keine
besonderen Gelegenheiten oder Orte herbeizusehnen. Wenn du da, wo du gerade
bist, ganz da bist und dich ganz einlässt auf die Wirklichkeit deines unmittelbaren
Seins, dann erfährst du dein authentisches, wahres Ich. Ob du nun gerade dein
Geschirr wäschst, die Zeitung vom Briefkasten holst, Comics liest oder ein kühles Bier
trinkst.
Wo du auch bist, überall offenbart sich die Realität des Seins. Wenn du dich
ganz darauf einlässt und bei dir selbst bleibst, Körper, Seele und Geist
gesammelt, genau in diesem Augenblick wirst du erkennen, dass es nicht auf die
Tätigkeit ankommt, sondern auf dein Bewusstsein, mit der du diese Tätigkeit
ausführst. Und auf einmal stehst du inmitten im multidimensionalen Erleben der
Ganzheit deines Ichs.
Dein Sein ist gegenwärtig, wenn du gegenwärtig bist.
Wenn du gegenwärtig bist, dann ist alles da. Cool, gelle?
   Binah
ist für jegliche Manifestation formgebend. Sie ist der archetypische Tempel
hinter allen Tempeln, der Schoss des Lebens.
Diese archetypisch weibliche Eigenschaft der
  
Sephirah   
Binah manifestiert sich in zwei Aspekten, als
 
Ama, die dunkle, unfruchtbare Mutter und als
  
Aima, die helle, fruchtbare Mutter. Der mittlere Buchstabe des Wortes
 
Ama ist
Mem, der Wasser bedeutet, "Wasser der
Form". Dieser Buchstabe steht zwischen den beiden Buchstaben
Aleph, welche den Anfang aller Dinge versinnbildlichen.
Im Worte
  
Aima wird mit dem Buchstaben
Jod noch der Aspekt der Fruchtbarkeit hinzugefügt.
  Ama,
die dunkle Mutter, ist der Aspekt von    Binah, welcher die Latenz des Nichts auf
einer tieferen Ebene des Lebensbaumes verkörpert und das manifestierte
Universum noch nicht offenbart in sich trägt.
   Aima, bezieht sich mehr auf die
nachfolgende Phase in der sich    Binah als
  Ama-Aspekt
mit
  
Chokmah (
Jod) vereinigt hat und so als helle, fruchtbare Mutter die Formen in die
Manifestation gebärt.
Sieht man   
Aima als überirdische Muter an, so wäre in diesem Fall   
Chokmah ihr Gemahl.
  Ama
hingegen, so könnte man auch sagen, repräsentiert unter anderem den Aspekt der
strengen, korrigierenden Göttin, denn sie sammelt die sich frei bewegende Kraft
von
   Chokmah und bringt sie in eine Form. Da der
  Ama-Aspekt von    Binah das
Bewusstsein "schult", ist diese Funktion der
Sephirah von eminenter
Bedeutung und man sollte sich eingehend mit ihr befassen.
Diesen
   Binah-Aspekt kann man sich als eine grosse Muttergestalt vorstellen, die in
schwarze Schleier gehüllt ist. Ihr Gesicht ist teilweise verschleiert. In der
linken Hand hält sie als Zeichen ihrer Gewalt einen Spiegel aus poliertem Onyx.
Der Griff besteht aus unpoliertem, schwarzen Holz. In der rechten Hand hält sie
eine mondförmige Sichel aus Blei. Ihre Erscheinung sollte die Vorstellung von
etwas Glanzvollem und Schönen vermitteln, was durch die mächtige, dunkle Robe
verhüllt wird, die "äussere Robe des Verborgenen".
Vielen Menschen mag dieser Aspekt der dunklen
Mutter
nicht sehr angenehm erscheinen und würden ihm am liebsten aus dem Wege gehen.
Sie tritt uns in diesem Aspekt als grimmige Schnitterin, als die Unerbittliche
entgegen und verkündet uns raunend:
"Für
mich gibt es kein Gut oder Böse, nur Notwendigkeiten."
Diesen dunklen Aspekt der Göttin erkennt man
in den Moiren, den Schicksalsgöttinnen der alten
Hellenen wieder. Von ihnen hingen Geburt, Leben und Tod aller Sterblicher und Götter
ab. Selbst Zeus hatte nicht die Macht, ihre Entscheidungen zu ändern. Klotho,
die Spinnerin, spann den Lebensfaden, Lacheseis, die Loswerferin, teilte jedem
sein Los zu und Atropos, die Unabwendbare, schnitt den Lebensfaden ab und
brachte den Tod.
In der germanischen Mythologie entsprechen sie den
Nornen, die
als Dreiheit die umfassende Macht des Schicksals verkörpern und das sie an der
Schicksalsquelle am Fuss des Weltenbaumes für alle Wesen weben und zuteilen.
Urd (altenglisch Wyrd) ist der älteste Name des Schicksals überhaupt und der
Name der ältesten Norne. Urd ist das Gewordene, ihre Schwestern sind Verdandi,
das Werdende und Skuld, das Zufünftige.
Im
ägyptischen Jenseitsglaube finden wir als "Parallele" zu den oben
genannten Attributen des Schicksals und der Gerechtigkeit die 42 Beisitzer und
Totenrichter von Amenti.
Interessanterweise ergibt der gematrische
Zahlenwert von  
Ama auch 42.
Die
spirituelle Seite der   Ama-Kraft ist der erneuernde und versöhnende Aspekt des
Lebens. Es ist die Schwärze der Fruchtbarkeit und entspricht
der schwarzen, fruchtbaren Erde des Nils, die sich auch in der Schwärze des
Nichts manifestiert.
Die
seelisch-geistige Erfahrung von   
Binah ist die Schau des Leides und auf dem magischen Bild wird eine reife Frau dargestellt. Das Leid hat auf den
höchsten Stufen zahlreiche Ausdrucksebenen, was schon Buddha beschrieben hat.
Es handelt sich nicht um vorübergehende emotionale Beeinträchtigungen, die
durch zeitweilige Missgeschicke auslöst werden. Hier geht es vielmehr um die
absolute Gewahrwerdung unseres Weges und aller Geschehnisse, die sich auf
unserem Lebensweg ereignet haben und noch ereignen werden.
Diese
trauernde Mutterfigur erscheint sowohl in heidnischen als auch in christlichen
Glaubensformen, denn das Leid der weiblichen Gottheiten ist zu allen Zeiten das
gleiche gewesen. Das zeigt sich bei Demeter, die um ihre Tochter Persephone
trauert, Maria sieht ihren Sohn am Kreuze sterben, Ishtar, welche für ihren
Geliebten in die Unterwelt hinabsteigt und Isis, die die zerstückelten
Körperteile ihres Gatten zusammensucht.
Der Gottesname der
Sephirah ist
   
  
JHVH Elohim. Der Name    
Elohim hat einen femininen Stamm und eine maskuline Pluralendung. Er lässt das Prinzip der bi-polaren Dualität deutlich werden.
Der
Erzengel     
Tzaphkiel ist angeblich der Herrscher über alle Ebenen des Kosmos.
    Ratziel,
der Erzengel von   
Chokmah, ist die Herrscherin über die kosmischen Strahlen, deren Entsprechungen
die Tierkreiszeichen sind.     
Tzaphkiel könnte auch als Altar der Manifestation angesehen werden und
    Ratziel
als das Feuer der kreativen Kraft, welches auf den Altar herabsteigt.
Die Schar der Engel von   
Binah heissen     
Aralim, Throne. Dieser Name ist besonders anschaulich, da ein Thron den
Sitz der Macht symbolisiert. Eine Königin oder ein König ohne Thron sind machtlos. Khorsia, ein ergänzender Name von   
Binah, bedeutet ebenfalls Thron.
Das
astrologische Prinzip von    Binah ist der
Saturn. Aus astrologischer Sicht ist
Saturn ein Planet mit limitierenden Tendenzen und passt daher zu der
begrenzenden Funktion von    Binah.
Alternativ zum Planeten Saturn, könnte man,
   Binah auch den interstellaren Raum zuordnen, da die Sephirah auf einen
bestimmten Entwicklungszustand des Raumes bezug nimmt. Der interstellare Raum,
den    Binah unter anderem verkörpert, würde sich demnach auch als
"astrologische Prinzip" eignen. Dies entspricht auch dem ägyptischen
Götterglauben und ihrer Kosmogonie, da Nuit, die Göttin des Himmels und des
interstellaren Raumes, dieser
Sephirah zugeordnet wird.
Überhaupt
mag es von Interesse sein, wenn man erkennt, dass im ägyptischen
Götterglauben, die Gleichsetzung der Isis oder der Göttin im Allgemeinen mit
dem Mond, erst von den patriarchalen Griechen so interpretiert und
Missverstanden worden ist. (Am Rande erwähnt, hatten die Ägypter nur
männliche Mondgötter.) Die Göttin hatte oft solare (Sekhmet) und fast immer
stellare Bezüge. So glaubten die patriarchalen Griechen die
Sonnen-Siriusscheibe zwischen den Kuhhörnern der Hathor-Isis sei der Mond. Denn
so wie die Frau aus sich selbst kein Licht in sich trage, sonder nur das Licht
des Mannes reflektiere, so erscheint es nur "logisch", dass die
Göttin, als Projektion der gesellschaftlichen Stellung der Frau, dem Mond, der
auch kein eigenes Licht erzeugt, zugeordnet wird.
R.
E. Witt zitiert in "Isis in the Graeco-Roman World" über den
Oxyrhychus Papyrus:
"Isis
identifiziert sich nicht mit der Sonnenscheibe,
aber sie versichert, dass sie den Verlauf der Sonne bestimmt hat und
in den Sonnenstrahlen existiert."
Apulejus
schreibt im "goldenen Esel":
"Du bist die heilige und ewige Retterin der Menschheit...
verehrt von den Mächten oben und verehrt von den Mächten unten,
bewegst du die
Erde auf ihrem Kreis,
Quelle des Sonnenlichts und Beherrscherin des Universums...
dir gehorchen die Sterne und du erschaffst die Jahreszeiten,
du Freude der Götter und Herrin der Elemente.
Auf deinen Befehl wehen die Winde, erzeuget der Regen unserer Nahrung,
wurzeln die Samen und verwandeln sich in spriessende Pflanzen."
Wollte
man die Göttin Isis nur auf ihren lunar-passiven Aspekt beschränken, so wäre
das ein grosser Irrtum. Sie hat wie ihre anderen Geschwister, Osiris, Nephthys
und Seth, viel breitere und vor allem kosmischerer Verbindungen, die alle in den
Mythen und Überlieferungen vermittelt werden, wenn man nur die Augen öffnet
und danach Ausschau hält.
Als
Braut des Priesterkönigs Osiris ist Isis übrigens ein treffendes Beispiel für
   Aima, den "hellen" Aspekt von    Binah. Der "dunkle" Aspekt
könnte auf ihre Gefährtin Nephtys übertragen werden. Es sei jedoch nochmals
darauf hingewiesen, dass die dunkle
 
Ama und die helle
  
Aima zwei Seiten derselben Münze sind. Die ergänzen sich in ihrer Auswirkung auf
harmonische Art und Weise.
Ebenso wie   
Chokmah, dem maskulinen Prinzip des Universums, viele phallische Symbole
zugeordnet werden, gibt es für   
Binah, dem femininen Prinzip, eine Anzahl weiblicher Sexualsymbole. Wie bei den
phallischen Symbolen gibt es auch hier je nach dem Standort der Betrachtung
unterschiedliche Auslegungen. Neben den typisch weiblichen Symbolen wie Schoss
und Brüsten, gibt es noch den Becher, den Kelch und den grossen Kessel, die
Höhle, den Mond. Auch bestimmte Früchte wie Feigen und Granatäpfel gehören dazu.
Nicht zu vergessen, Symbolformen wie Städte, Häuser, Zäune, Seen, Teiche,
Brunnen und Wasser, bilden den Gegensatz zum Prinzip des Feuers und ähnlicher
Symbole.
Das Laster Geiz ist eng verknüpft mit einer zwanghaften Besitzergreifen der Form
und wie bereits erwähnt, ist   
Binah die Form hinter allen Formen. Die Tatsache, dass wir uns ein falsches Bild
von uns selbst und von der Welt, in der wir leben machen und an diesem Bilde
festhalten, kann jedoch als das Ur-Laster angesehen werden, welches hinter allen
anderen Lastern steht.
Die
Tugend von    Binah ist das Schweigen, das Schweigen nicht nur auf der physischen,
sondern auf allen Daseinsebenen. Von verschiedensten
magischen-okkulten-esoterischen-mystischen Traditionen wird das Dogma des
Schweigens, Geheimhaltens und Bewahrens von vielerlei Geheimnissen als äusserst
wichtig erachtet. Leider verbirgt sich dahinter vielfach nichts anderes als
Geheimniskrämerei und Elitarismus. An und für sich, ist nichts Verwerfliches
daran, eine Kapazität im Okkulten zu sein und bestimmte "Geheimnisse"
zu hüten. Doch die meisten Kulte und Orden stützen sich zu stark auf
künstliche Eliten und Hierarchien und erzeugen Geheimnisse und Schweigegelübde
nur, um ihre Mitglieder in Schach zu halten und Anhänger anzulocken. Zudem
verstärken viele Organisationen bei ihren Mitgliedern eine wohldosierte Dosis
Grössenwahn
und Selbstüberschätzung, indem okkulte Titel und Rangabzeichen
verliehen werden, bei denen jeder Realitätsbezug fehlen.
Im
Gegensatz dazu, gibt es Traditionen, bei denen alle Rituale frei zugänglich
sind, ohne dass die magische Arbeit daran schaden nimmt. Andere sagen, dass kein
Mitglied des Ordens das Recht hat, irgend ein okkultes Geheimnis für sich zu
behalten, mit Ausnahme der eigenen Identität, wenn man dies wünschen sollte.
Und
wer weiss, vielleicht liegt das einzig wahre Mysterium und das einzige grosse Geheimnis, über das geschwiegen werden kann,
sowieso nur im eigenen einzigartigen und
individuellen Erleben der Übungen und Rituale. Denn wie schon die alten Weisen
sagte:
"Die
Mysterien schützen sich immer ausschliesslich durch sich selbst!"

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