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Das hebräische Alephbeth
Ein Geheimnis haben wir gelernt:
In zehn Worten wurde die Welt erschaffen.
Sepher
ha Zohar
ie
hebräischen Buchstaben könnte man nach den ersten beiden Buchstaben
Aleph und
Beth auch Alephbeth nennen (vgl. Alphabet im Deutschen), lustig,
gell?!... Gäähhn!
Wie
auch immer, jedenfalls handelt es sich dabei um eine letztlich auf die Schrift der Phöniker zurückgehende,
etwa im 6. Jahrhundert v.u.Z. aus der aramäischen Schrift entwickelte, von
rechts nach links laufende (geschriebene) Quadratschrift, die seit dem 1.
Jahrhundert v.u.Z. bei den Juden vorherrschend ist.
Da
es bei genauer Betrachtung wie aus Feuerflammen zusammengesetzt wirkt, wird es
bisweilen auch als Flammenalphabet bezeichnet.
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| Mit Zirkel, Bart und
ohne Melone |
Im Mittelalter entwickelte sich daraus in Mitteleuropa eine Halbkursive, die so genannte Raschischrift, nach dem grossen
jüdischen Gelehrten Rashi (Rabbi Shlomo Yitzchaki, 1040-1105 n.u.Z.), die vor
allem im religiös-gesetzlichen Schrifttum verwendet wurde. Heute gibt es neben
der Quadratschrift (Blockschrift, die weiter unten abgebildete) eine Kursive, die für
handgeschriebene Texte verwendet wird.
Das
hebräische Alphabet besteht aus 22 Buchstaben, also genau genommen sogar
aus 22 Konsonanten, da Vokale im Hebräischen nicht, oder nur sehr selten,
geschrieben werden. Von diesen 22 Buchstaben erhalten 5 eine andere
Schreibweise, sofern sie die Endbuchstaben eines Wortes darstellen, so dass man
insgesamt von 27 Buchstaben sprechen kann, welche als Zahlen auch in drei
Klassen eingeteilt werden:
a)
die Einer,
b)
die Zehner,
c)
die Hunderter,
wird
das betreffende Zeichen grösser als die anderen Zeichen geschrieben, gilt es
als Tausender.
Wer
die Sprache fliessend spricht, braucht übrigens keine Vokale um Hebräisch lesen zu
können. Die meisten Worte die im heutigen Israel in hebräisch geschrieben
werden, werden ohne Vokale geschrieben.
Als Hilfsmittel bei der Aussprache ist
ein System von Punkten und Strichen entwickelt worden. Diese werden über oder
unter dem Buchstaben geschrieben. Ein Text mit derartigen Zeichen wird auch vokalisierter Text genannt. Beim Lesen werden aufgrund von bestehenden
Vokalismusregeln Vokale und Konsonantenverdoppelungen ergänzt.
Um
ein korrektes Lesen sicherzustellen, wurden auch wichtige Texte (z.B. Bibel,
Gesetze, Lyrik usw.) nach festgelegten Regeln vokalisiert (Massora).
Als das Hebräisch noch eine "lebende" Sprache war, waren diese besonderen
Vokalzeichen zum Verständnis der Schrift, die ja nur Konsonantenzeichen
aufwiesen, nicht erforderlich.
Als aber nach dem Absterben der Sprache Verständnis und auch Aussprache der
Urtexte immer schwieriger wurden, begann man, durch diese kleinen Striche und
Punkte die Vokale in den Wörtern anzudeuten. Daraus entstand dann bald ein
vollständiges Vokalisierungssystem.
Jeder
hebräische Buchstaben hat eine dreifache Funktion:
1.
Der Buchstabe ist schlicht und einfach ein Buchstabe wie in unserem eigenen
Alphabet. Ausgeschrieben bedeutet aber auch jeder Buchstabe ein Wort. So heisst
Aleph, auch Ochse und
Beth, Haus usw.
2.
Jeder Buchstabe verkörpert eine Zahl. So ist der Zahlenwert von
Aleph 1, von
Kaph 20 und von
Peh 80 usw. Dies ist von speziellen Interesse, wenn du dich mit der Gematria
beschäftigen möchtest.
3.
Jeder Buchstabe verkörpert, wie eine Hieroglyphe, eine Idee.
So ist der
hebräische Buchstaben
Teth, der übersetzt Schlange bedeutet und der Tarotkarte "Kraft"
zugeordnet ist, ein Symbol für die Schlangenkraft Kundalini.
Es
kann von Interesse sein, der inneren Bedeutung der hebräischen Buchstaben
in der Meditation nachzugehen.
In
den okkulten und kabbalistischen Schriften wird immer wieder darauf hingewiesen,
dass das kosmische Bewusstsein das Universum mit Hilfe der 22 hebräischen
Buchstaben erschaffen haben soll. So verstanden, verkörpern sie alle Aspekte des
Universums und des menschlichen Bewusstseins.
Die
zweiundzwanzig Klänge und Glyphen sind das Fundament aller Dinge.
Drei Mütter,
sieben doppelte und zwölf einfache (Zeichen).
Die drei Mütter sind Aleph, Mem
und Shin, das sind die Elemente Luft, Wasser und Feuer.
Sepher
Jetzirah
Nebst
der Unterteilung, die auf dem Zahlenwert beruht, können gemäss des
     
Sepher Jetzirah, die hebräischen
Buchstaben auch noch auf folgende Art und Weise unterteilt werden:
In
drei Mutterbuchstaben
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Aleph |
Mem |
Shin |
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Luft |
Wasser |
Feuer |
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Sattva |
Tammas |
Rajas |
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Mercurius |
Sal |
Sulphur |
Diese
drei verkörpern die drei Elemente
Aleph-Luft,
Mem-Wasser und
Shin-Feuer.
Sie
sind die Dreiheit-Einheit, aus der alles was existiert, geboren worden ist. Mem
und Shin sind gegensätzliche Kräfte, während Aleph die
Vermittlerin ist und das Gleichgewicht zwischen ihnen erhält.
Sie
verkörpern auch noch die folgenden drei Zustände:
In
sieben Doppelte
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Beth |
Gimmel |
Daleth |
Kaph |
Peh |
Resh |
Tav |
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Diese
sieben werden Doppelte genannt, das sie im Hebräischen entweder hart oder weich
ausgesprochen werden können. Sie entsprechen den sieben klassischen Planeten,
den sieben Chakras, den sieben Tagen der Woche, die sieben Richtungen des Raumes
usw.
In
zwölf Einfache
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Heh |
Vav |
Zain |
Cheth |
Teth |
Jod |
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Lamed |
Nun |
Samekh |
Ayin |
Zaddi |
Qoph |
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Diese
zwölf Buchstaben symbolisieren die zwölf Tierkreiszeichen und die Monate des
Jahres.
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Buchstabe |
Bedeutung |
Zahl-
wert |
End-Buchstaben |
Zahl-
wert |
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Aleph |
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Ochse |
1 |
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Beth |

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Haus |
2 |
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Gimmel |
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Kamel |
3 |
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Daleth |
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Tür |
4 |
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Heh |
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Fenster |
5 |
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Vav |
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Haken,
Nagel
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6 |
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Zain |
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Schwert |
7 |
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Cheth |
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Zaun |
8 |
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Teth |
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Schlange |
9 |
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Jod |
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offene Hand |
10 |
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Kaph |
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geschlossene
Hand
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20 |
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End-Kaph |
500 |
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Lamed |
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Ochsenstachel |
30 |
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Mem |
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Wasser |
40 |
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End-Mem |
600 |
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Nun |
 |
Fisch |
50 |
 |
End-Nun |
700 |
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Samekh |
 |
Zeltstange,
Stütze
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60 |
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Ayin |
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Auge, Quelle |
70 |
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Peh |
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Mund |
80 |
 |
End-Peh |
800 |
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Zaddi |
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Angelhaken |
90 |
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End-Zaddi |
900 |
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Qoph |
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Hinterkopf |
100 |
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Resh |
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Antlitz,
Gesicht
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200 |
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Shin |
 |
(Gift)Zahn |
300 |
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Tav |
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Siegel,
Kreuz
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400 |
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An dieser Stelle möchte ich noch
kurz die drei Hauptmethoden beleuchten, mit denen die Kabbala die in
den Buchstaben und Wörtern verborgenen Bedeutungen aufdeckt, indem sie zu
magischen Zwecken neue Wörter, Anagramme und Zahlen bildet.
Hier zwei Beispiele der so genannten Gematria.
Die
kabbalistische Gematria geht von der Annahme aus, dass Wörter oder Satze, die
den gleichen Zahlenwert haben, in einer Beziehung zueinander stehen. Wörter mit
dem gleichen Zahlenwert können einander ersetzen, sie können aber auch durch
ihren Zahlenwert auf eine neue Bedeutung hinweisen. Im Hebräischen werden, wie
im Griechischen, Zahlen durch Buchstaben bezeichnet.
So ist die enge Verbindung zwischen dem Wort   
Aheba "Liebe" und  
Achad "Einheit" ziemlich offensichtlich. Beide haben den Zahlenwert 13.
In Genesis 18,2 lesen wir "und siehe drei Männer...". In Original-Hebräisch
hat dieser Text einen Zahlenwert von 701 und entspricht somit dem Zahlenwert des
hebräischen Satzes: "Diese sind Michael, Gabriel und Raphael". Letztere sind die
Erzengel der
   
Sephiroth.
Die zweite Methode, die des Notariqon, besteht darin, dass man sich die
hebräischen Wörter als Abkürzungen vorstellt, bei denen jeder Buchstabe eines
Wortes der Anfangsbuchstabe eines anderen ist. Berühmte Talismane und magische
Wörter wurden mit Hilfe dieser Methode gefunden. So ist das Wort
  
AGLA, das im
Pentagrammritual erwähnt wird, aus den ersten Buchstaben des
Dankgebetes "Ateh
Gibor Le-Olahm
Adonai" (Du bist in Ewigkeit mächtig, o Herr)
gebildet.
Ferner wurde das erste Wort des Alten Testaments vom mittelalterlichen
Kabbalisten Solomon Meir Ben Moses als ein Akrostichon angesehen. Es soll
folgende "Geheimaussagen" machen:
a. "Der Sohn, der Geist, der Vater, ihre Trinität, vollkommene Einheit."
b. "Der Sohn, der Geist, der Vater, du sollst in gleichem Masse ihrer Trinität
huldigen."
c. "Du sollst meinen Erstgeborenen anbeten, meinen Ersten, dessen Name Jesus
ist."
d. "Wenn der Meister kommen wird, dessen Name Jesus ist, sollt ihr ihn
anbeten."
e. "Ich werde eine Jungfrau wählen, würdig, Jesus zu gebären und ihr werdet sie
gesegnet nennen."
f. "Ich werde mich in Kuchen, (gebacken mit) Kohle, verbergen, denn ihr sollt
Jesus essen, meinen Leib."
Mit Hilfe dieser Auslegung hat er offensichtlich erfolgreich einen anderen
verstockten Juden überzeugt, der zuvor ein erbitterter Gegner des Christentums
war, ojeh...!
Temurah, die dritte Methode, vertauscht die einzelnen Buchstaben der Wörter
untereinander und stellt sie um. Durch komplizierte Code-Systeme und Anagramme
sollten verborgene Bedeutungen und Geheimlehren verständlich gemacht
werden.
So kann nach der so genannten " -

ATh-BSh-Codierung", der Name
   
Baphomet zu dem Namen
   
Sophia umgestellt werden.
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Solch eine
Gewissenhaftigkeit lob ich mir!
Sogar während "Des Malers
Flitterwochen"
wird gemeinsam das Zeichnen
der
hebräischen Buchstaben geübt. |
Jedoch kann durch die zahlreichen Vertauschungen und Kombinationen, wie du
siehst, welche in diesen Zweigen der Kabbala möglich sind, fast alles bewiesen
werden und aus diesem Grunde auch
nicht verwunderlich, dass die Kabbalisten, indem sie Wörter in Zahlen und Zahlen
in Wörter umwandelten, den gesamten Weltenbau, die Namen der Engel und Gottes
und die Zahl der himmlischen Heerscharen, nämlich genau 301 655 172, entdecken
konnten, cool...!
Für eine allumfassende Forschungsarbeit auf diesem Gebiet wäre es von Vorteil,
wenn man Kenntnisse im Hebräischen sein Eigen nennen könnte und Zugang zur
kabbalistischen Literatur hätte, desgleichen zum alten Testament in hebräisch,
dem
  
Sohar, dem
   
  Sepher Jetzirah, dem
     
Sepher Sephiroth, dem Aesch Metzareph (Das Buch des reinigenden Feuers) und
allen dazugehörigen Untergebieten.
Überhaupt ist es erstaunlich, wie
stark der Aberglaube verbreitet ist, der von dieser jüdischen Tradition
herrührt.
Es gibt eine Unmenge von Büchern,
welche angeblich aus den Buchstaben des Namens die Zukunft voraussagen und den
Charakter deuten. Ein anderes System addiert zum Zahlenergebnis der Buchstaben
noch die Quersumme des Geburtsdatums.
Diese Bücher haben, wenn
überhaupt, einen geringen Wert. Sie sind nur der erstickende Rauch, der von
einem schwach glimmenden Feuer aufsteigt, welches er zudem noch verdeckt.
Sogar der hoch gelehrte "All-Läster"
Crowley gab den Versuch auf, heutige Alphabete mit denen aus alten Zeiten zu
vergleichen, da er diesen Versuch für aussichtslos hielt.
Ach ja, ehe ich es vergesse!
Falls du magisch mit diesen Buchstaben zu arbeiten gedenkst, z.B. Talismane und
Amulette herstellen möchtest oder deine magischen Werkzeuge beschriften willst,
könnte es von Vorteil sein, wenn du dich in der Kunst der Schönschrift, der so
genannten Kalligraphie, zu üben versuchst.
Leider, leider sieht man immer wieder auf ´nem magischen Manuskript oder Amulett
hebräische Buchstaben (okkulte Symbole inklusive), die geradezu abscheulich
gezeichnet worden sind. Steckt überhaupt so etwas wie Magie in diesen
Buchstaben, so werden sie durch schlecht gebildete und deformierte Buchstaben
bestimmt zunichte gemacht.


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