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Das vierte Buch
Die geheiligte Rede Hermetis
Trismegisti

OTT
und das göttliche Wesen ist die Herrlichkeit aller Dinge.
Die göttliche Natur, nämlich GOTT
selbst, das Gemüt, die erschaffende Natur und die Materie und die Wirkung und
die Notwendigkeit und das Ende und die Erneuerung ist der Anfang alles Wesens.
Denn da war eine unendliche
Finsternis in dem Abgrund, und das Wasser und der leichte Geist und das
verständige Wesen waren mit ihren Kräften in der unordentlichen Vermischung oder
Chaos.
Das heilige Licht kam hervor, und
die Elemente waren zusammengenommen auf dem Sande, aus der feuchten Natur, und
alle Götter (Regenten oder Planeten) schieden die samige Natur.
Und da alles zuvor unbegrenzt und
unbereitet war, da wurde das Leichte zu der Höhe abgesondert, und das Schwere
wurde gegrundfestet auf dem feuchten Sande, und das Feuer umringte dies alles,
und nachdem es war hangend, wurde es von dem Geiste getragen.
Und der Himmel wurde sichtbar in
sieben Circulen, und die Planeten erschienen mit allen ihren Zeichen in
Sternen-Gestalt, und das Gestirn wurde geteilt und gezählt mit den Regenten, die
in ihnen waren, und der Umlauf wurde mit der Luft umschlossen und mit einem
circularischen Lauf durch den göttlichen Geist getragen.
Die Götter (Planeten) aber
brachten ein jeder durch ihre eigene Kraft hervor, das ihnen verordnet war, und
da wurden vierfüssige, kriechende, schwimmende und fliegende Tiere, auch alle
fruchtbaren Samen, Gras, Blumen und grünendes Kraut, so da behielten die Samen
der Wiedergeburt in ihnen selbst.
Und auch die Geburt der Menschen
zur Erkenntnis der göttlichen Werke und zu einem wirkenden Erzeugnis der Natur
und zur Vermehrung der Menschen und zur Herrschung über alle Dinge, die unter
dem Himmel sind, und zur Erkenntnis des Guten, dass sie wachsen in Wachstum und
sich vermehren in Menge.
Alle Seelen in dem Fleische und
die wundergebürtige (monströsische) Besamung durch den Lauf der circularischen
Götter, zu der Anschauung des Himmels der Götter und der göttlichen Werke und
der Werke der Natur, und zu Zeichen der guten Dinge, zur Erkenntnis der
göttlichen Kraft.
Das Schicksal (Neigung der Natur)
aber verhindert unterschiedlich das Böse und Gute und allerlei Wirkungen des
Guten anzufangen oder zu erfinden.
Es wurde aber dem Menschen Leben
und Weisheit gegeben, um das Fatum oder Lauf der circularischen Götter zu
überwinden, und diese werden endlich in dasjenige, worin grosse Gedenkzeichen
der auf Erden getanen Werke aufgelöst werden, nachdem sie durch Erneuerung der
Zeiten werden die Verderblichkeit abgelegt haben.
Und alle Geburten des beseelten
Fleisches, der Früchte der Samen und aller künftigen Werke, die da sind
verringert worden, wie auch durch die Erneuerung der Götter und die Circulen der
Naturen, die in dem runden Umlauf nach der Zahl gefunden werden.
Denn die ganze Temperatur der
Welt, durch die Natur erneuert, ist ein göttliches Wesen, weil die Natur in der
Göttlichkeit besteht.


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