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Zeit des Vollmondes ist eine Zeit, die gut und gerne von verschiedenen Coven und
anderen heidnischen Grüppchen gefeiert wird.
Der
Vollmond verströmt sein schimmerndes Licht über das Land und die Nacht erscheint
wie von einem andersweltlichem
Glanz erfüllt. Ja, dies ist die Zeit, in der unser wahres inneres Sein erneuert und die Göttin und ihre
Macht in uns erweckt wird, um die Kraft
unserer Emotionen und Gefühle zu erfahren.
Und dem strahlenden Monde gleich, der rund und ganz am funkelnden Himmelszelt
seine Bahn zieht, feiern auch
wir ein
munteres Fest.
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Die wilde Hilde... - "Diana
der Jagd" -
John Liston Byam Shaw
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Während der Feier werden durch das rituelle Teilen der universellen Elemente,
Luft, Feuer, Wasser und Erde unsere eigenen inneren Elemente in ein
Gleichgewicht gebracht, um so zu erkennen, dass wir die totale Summe allen Seins
sind.
In diesem Zustand erkennen wir, dass es im Grunde genommen nichts zu erreichen,
nicht zu erlangen gibt, alles was wir erstreben und wünschen ist schon
erfahrbar, hier und jetzt!
Mögen
wir alle durch diese Riten unser wahres Sein erkennen!

Vorbereitung
Der
Altar ist wie in einem vorhergehenden Kapitel gedeckt. Zusätzlich steht noch
ein Kelch mit Wein im Westen und ein Gefäss mit Kuchen oder Keksen im Norden auf dem Altar.
Die
Altarkerzen werden entzündet. Zuerst die rechte, dann die linke. Gib nun etwas
passenden Weihrauch auf die brennende Kohle.

Ritual
Die
Priesterin läutet die Altarglocke und alle Teilnehmenden werden von der Priesterin und dem
Priester gesegnet und willkommen geheissen.
Wenn
sich alle an ihrem Platz befinden, entzündet die Priesterin das zentrale Altarlicht.
Alle meditiere über
den Sinn dieses Rituals, während sie in Stille das Altarlicht betrachten.
Der Kreis wird geschlossen und die Elemente eingeladen.
Nachdem die Elemente eingeladen worden sind begibt sich der Priester in den
Osten und begrüsst dort den Gott mit dem Hirschgeweih
Höre
mich, oh uralter Einzigartiger! Mächtiger Herne, Gott mit dem Hirschgeweih,
Herr des Todes und der Wiedergeburt, Gemahl unserer Herrin! Wir rufen dich an.
Sei eins mit uns und zeige dich an unserem heiligen Ort. Möge das Ritual,
welches wir hier abhalten unterstützt werden von deiner Kraft! Deine
Lebenskraft, welche war, ist und immer sein wird! So möge es sein!
Dann geht er zum Altar.
Priester
Dies ist die Zeit, in der die Mondin in ihrem vollen Glanz erstrahlt. Lasst uns der
Göttin danken und wenn wir die Elemente während diesem Ritual teilen, lasst
uns über den Gott und die Göttin meditieren, die beide in uns verkörpert sind,
die uns mit jeder und jedem vereinen.
Der
Priester geht nun in den Westen und schaut aus dem Kreis.
Priester
Wir rufen dich, o grosse Mutter aller Dinge, Bringerin der Fruchtbarkeit. Bei
Same und Wurzel, bei Knospe und Stiel, bei Blatt und Blüte und Frucht, bei
der Liebe und dem Leben selbst, rufen wir dich an und laden dich ein, dich durch
deine Dienerin und Priesterin zu verkörpern.
Der
Priester geht nun zur Priesterin die vor dem Altar steht. Ihr Gesicht ist den
Clanmitgliedern zugewandt und der Priester zieht die Kraft des Mondes in sie
herunter und sagt währenddessen er dies tut:
Du bist die Göttin!
Priester
Höret die Worte der grossen Mutter, die von Alters her von den
Menschen Artemis, Astarte, Athene, Dione, Melusine, Aphrodite, Ceridwen, Dana, Arianrhod, Isis, Bride und bei vielen anderen Namen genannt wurde.
Priesterin
Wann immer Ihr einer Sache bedürft, einmal im Monat und es gereicht euch
besser, wenn der Mond voll ist, dann sollt Ihr euch an einem geheimen Platz
versammeln und meinen Geist, der ich die Königin der Hexen bin, verehren.
Und ihr sollt frei sein von
der Sklaverei und als ein Zeichen, das ihr wirklich frei sein möget, sollt ihr tanzen, singen, feiern, musizieren und
einander lieben, alles mir zum Preis. Denn mein ist die Extase des Geistes und
mein ist auch die Freude auf Erden, denn mein Gesetz ist die Liebe zu allen Geschöpfen.
Haltet euer höchstes Ideal rein und unbefleckt, strebt immer danach und lasst
euch durch nichts darin aufhalten oder davon abbringen. Denn mein ist die
geheime Pforte, die sich ins Land der Jugend öffnet und mein ist der Kelch des
Weines des Lebens und der Kessel der Ceridwen, der "Heilige Gral"
der Unsterblichkeit.
Ich bin die gnädige Göttin welche die Gaben der Freude in die Herzen der
Menschen legt.
Auf Erden gebe ich Gewissheit über den ewigen Geist und über den Tod hinaus
gebe ich Frieden und Freiheit und vereine euch wieder mit denen, die
vorausgegangen sind.
Ich verlange keine Opfer, denn sehet: ich bin
die Mutter alles Lebendigen und meine Liebe ergiesst sich über die Erde.
Priester
Höret die Worte der Sternengöttin, der im Staube ihrer Füsse die
Lichter des Himmels erstrahlen und deren Körper das Universum umschliesst.
Priesterin
Ich, die ich die Schönheit der grünen Erde bin und der weisse Mond unter
den Sternen und das Geheimnis der Gewässer und die Sehnsucht in den Herzen der
Menschen, rufe deine Seele. Erhebe dich und komm zu mir. Denn ich bin die Seele
der Natur, die das Universum belebt. Von mir stammen alle Dinge und zu mir müssen
alle Dinge zurückkehren und vor meinem von Göttern und Menschen geliebten Antlitz
lasse dein innerstes göttliches Selbst umfasst werden von der Verzückung
des Unendlichen.
Meine Anbetung erfolge im inneren des jubelnden Herzens, denn
siehe, alle Taten der Liebe und der Freude sind meine Rituale. Und darum lass
Schönheit, Stärke und Leidenschaft, Ehre und Demut, Frohsinn und Ehrfurcht
in dir walten.
Und du die du gedenkst, nach mir zu suchen, wisse, das all dein
Suchen und Sehnen dir nichts nützen wird, wenn du nicht das Mysterium erkennst:
Wenn du das, was du suchst, nicht in dir selbst findest, wirst du es niemals
ausserhalb von dir finden.
Denn siehe, ich war mit dir von allem Anfang und ich bin
es, was du am Ende der Sehnsucht erlangen wirst.
Nun
schreitet der Priester zum Altar und hebt den Wein hoch, damit ihn die
Priesterin segnen kann. Sie gibt dem Wein einige Salzkörner zu und zieht nun das
"solare Kreuz" (einige Gruppen benützen das anrufende Pentagramm) über
dem Kelch mit dem Salzgefäss (Erde). Nun lässt sie einige Tropfen des Wasser in
den Kelch fallen und zieht das "solare Kreuz" mit dem Wassergefäss über dem
Kelch. Nunmehr übernimmt sie den Kelch und zieht mit ihm das "solare Kreuz" über der
Feuerkerze und dem Weihrauchgefäss. Sie visualisiert, wie das Feuer der Kerze
und der Weihrauch sich mit dem Inhalt des Kelches vermischt. Wenn sie
fertig ist, stellt sie den Kelch auf den Altar und ergreift das Gefäss oder
das Pentakel mit den Keksen/Kuschen und überreicht diesen dem
Priester, damit er sie segne. Der Priester segnet diese in der gleichen Weise wie
die Priesterin den Wein gesegnet hat.
Wenn
der Priester das Segnen des Kuchens beendet hat, schreitet er mit ihm, im
Osten beginnend und im Uhrzeigersinn, den Kreis ab und spricht währenddessen:
Grosser
Gott, kehre wieder zur Erde zurück!
Folge meinem Ruf und zeige dich den Menschen.
Hüter der Ziegen auf den zerklüfteten Hügeln.
Führe deine Herde aus der Dunkelheit ins Licht.
Öffne das Tor, das Tor ohne Schlüssel,
das Tor der Träume, durch das die Menschen zu dir gelangen.
Hüter der Ziegen, oh, antworte mir.
Wenn
er wieder im Osten angekommen ist, bleibt er dort stehen, den geweihten Kuchen
in den Händen haltend.
Nun
nimmt die Priesterin den Kelch auf und schreitet mit ihm, im Osten beginnend und
im Uhrzeigersinn den Kreis ab und spricht währenddessen:
Dana,
Dana, Königin der Sidhe, tief verborgen in den Feenhügeln und offenbart in den
Himmeln. Mutter Natur, die alles erschafft, Herrin der Elemente. Grosse Mutter,
wir bitten dich, erfülle diesen Wein mit deiner Liebe, deiner Freude und deinem
Verstehen! Dreifache Mondin, immer wandelnde Einzigartige! Nimm an dieses Geschenk,
das wir dir weihen!
Wenn
sie wieder im Osten angekommen ist, bleibt sie dort stehen, den geweihten Wein
in den Händen haltend.
Der Priester schreitet nun wieder den Kreis ab und jedes Clanmitglied nimmt ein
Stück des Kuchens.
Der
Priester spricht während jeder ein Stück nimmt:
Teile
nun mit uns allen das Element der Erde!
Am Schluss nimmt die Priesterin und zuletzt der Priester ein Stück. Er stell den
Kuchen auf den Altar.
Die Priesterin schreitet nun erneut mit dem Kelch den Kreis ab und jedes
Clanmitglied nimmt ein Schluck.
Sie
spricht bevor jede/jeder einen Schluck nimmt:
Teile
nun mit uns allen das Element des Wassers!
Am Schluss trinkt der Priester, zuletzt die Priesterin.
Die
Priesterin und der Priester achten darauf, dass ein wenig des Kuchens und des
Weines übrig bleibt, um dies am Ende des Rituals der Mutter Erde zurückzugeben.
Der
Priester nimmt nun die Flammenkerze, umschreitet den Kreis und erlaubt allen
Personen die Flamme zu spüren, ihre Hitze und ihre Energie. Er
spricht:
Teile
nun mit uns allen das Element des Feuers!
Die
Priesterin fügt nun erneut Weihrauch dem Räuchergefäss zu, hebt ihn hoch und
schreitet mit ihm den Kreis ab. Jeder Person erlaubt sie, mit dem Weihrauch in
Berührung zu kommen. Wenn sie herumgeht spricht sie:
Teile
nun mit uns allen das Element der Luft!
Wenn
dieser Teil des Rituals abgeschlossen ist, drehen sich der Priester und die
Priesterin den Clanmitgliedern zu und sagen:
Wir
haben nun miteinander die Elemente der Natur geteilt! Halte nun inne und meditiere
über die Bedeutung und Natur von jedem einzelnen Element und darüber, dass nur
das Gleichgewicht aller Elemente die Ganzheit verkörpern, nach der wir alle
streben!
Ritueller
Tanz!
Der
Vollmond ist eine Zeit des Gesanges und des Tanzes. Erinnere dich daran, das
dies eine Zeit hoher emotionaler Energie ist.
Und
da Musik und Tanz ein wunderbarer Ausdruck der Gefühle ist, ist dies natürlich
der beste Weg Energie zu konzentrieren, um damit an dieser Stelle eine Heilung oder sonst ein Zauber zu bewerkstelligen.
Für
bestimmte geeignete Lieder, wie z.B. "Isis, Astarte, Diana...",
"Wir kommen alle von der Göttin...", oder andere bediene dich einfach
heidnischer Gesangsbücher oder CD´s, soweit sie erhältlich sind.
Wenn du
diesen Liedern nicht so zugetan sein solltest, kann es ein bereichernde Sache
sein, deine
eigenen Lieder zu schreiben, oder einfach geeignete Musikstücke auf CD/MC abspielen zu
lassen, um zu deren Musik zu tanzen!
Den
Gottheiten wird gedankt, die Elemente verabschiedet und der Kreis geöffnet.
Ende
des Rituals
Finis

