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Wie wär`s mit ein wenig
Geschichte?
Das Schweigen der Quellen
m
Allgemeinen enthält ein so genanntes Buch der Schatten, den Glauben,
die Rituale,
heidnische Ethik, Kräuter- und Heilkunde, Gesänge, Tänze,
Zaubersprüche, Wahrsagemethoden und anderen esoterischen Firlefanz, die dazu
dienen, Hexen in ihre Zunft einzuführen und auf ihrem Weg zu geleiten.
Es gibt kein allgemeines
oder endgültiges Buch der Schatten.
Jede Tradition besitzt sein eigenes "Standardbuch der Schatten", dem jedes einzelne Mitglied sein eigenes
persönliches Material hinzufügen kann.
Ob
es aber überhaupt so etwas wie ein "Buch der Schatten" vor der Wiedererweckung des
modernen Hexenkultes im 20. Jahrhundert gegeben hat, ist ehrlich gesagt äusserst nebulös und verliert sich im Nebel
der Gezeiten.
In den
früheren Jahrhunderten wurde jedenfalls das Überleben eines heidnischen Glaubensbekenntnisses nur bruchstückhaft
überliefert, bestenfalls hat es in
Mythen, Legenden und im Brauchtum überlebt.

Einige
so genannte (selbsternannte?) erbliche Hexen wie z.B. Zsuzsanna Budapest
in Europa und Amerika behaupten freilich,
dass sie heidnische Glaubensformen und Praktiken geerbt haben und einige ihrer Vorfahren ihre Geheimnisse und Lehren in einem
klitzekleinen schwarzen
Notizbüchlein vermerkt haben. In wie fern dies der Wahrheit entspricht ist ehrlich
gesagt... unsicher.
Wohl
eher ist es so, dass sich hier eine
praktischerweise längst verstorbene (Ur-)Grossmutter als einweihende Hexe sehr nützlich
erweist. Die Grossmutter, im übrigen eine überaus fromme Christin, lehrte
traditionelles ländliches Wissen über Kräuter und arbeitete eventuell noch
mit dem 6. und 7.Buch Mose. Den magischen Schnickschnack entlehnen die
selbsternannten erblichen Hexen jedenfalls bestimmt der modernen heidnisch-magischen
Literatur, was nur zu offensichtlich ist, wenn man ihre Rituale studiert.
Wenn es überhaupt
so etwas wie eine Familientradition geben sollte, geht sie wahrscheinlich nicht
weiter bis zur okkulten Welle der 1890-Jahre zurück.
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George Pickingill, wie
immer mit Schirm,
Charme und Melone
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An dieser Stelle
kommen wir
selbstverständlich nicht umhin auf "Old George" Pickingill,
den möglicherweise meistverdrängten Begründer des modernen Hexenkultes, zu sprechen zu
kommen.
George
Pickingill (1816-1909) war eine lebende Legende seiner Zeit und ein
gefürchteter Mann bei den Bewohnern von Canewdon, einem kleine Dorf in Essex,
Ostengland.
Pickingill, Landarbeiter von Beruf und in ärmlichen Verhältnissen
lebend, sah sich selbst als "erbliche Hexe" und behauptete, dass er
seine Ahnenreihe bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgen könne, als seine Vorfahrin Julia Pickingill, die "Hexe von Brandon", 1071 wegen Hexerei
verbrannt wurde. Seit damals, behauptete er, hat jedes Mitglied der Familie als
Priester und Priesterin der alten heidnischen Religion gedient.
Er
pflegte Kontakte zu freimaurerischen, rosenkreuzerischen und satanistischen
Gruppierungen, die ihm eine hohe Achtung entgegenbrachten. Zudem beriet er
Menschen aus aller Herren Länder, sowohl aus Europa, wie auch aus Amerika.
Zu
Lebzeiten gründete er neun so genannte "erbliche" Coven. Diese befanden sich in in
Norfolk, in Essex, in Hertfordshire, in Sussex und in Hampshire.
Leiterin
eines Coven durfte nur diejenige werden, die stichhaltig nachweisen konnte, dass
eine Vorfahrin von ihr als Hexe
auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden ist, will heissen, dass
Hexenblut
in der Nachfahrin
fliessen musste.
Ob
diese Vorfahrin tatsächlich eine Anhängerin eines heidnischen
Glaubensbekenntnisses war, oder nur ein unschuldiges Opfer des Hexenwahns
gewesen ist,
interessierte George Pickingill übrigens gar nicht.
Ihr
vermachte er dann einige Rituale, die er aber selbst immer wieder umschrieb,
anpasste und neue Konzepte einfügte.
Jeder
Coven verehrte den gehörnten Gott. Die Göttin spielte, wenn überhaupt, nur
eine sehr geringe und
untergeordnete
Rolle. Alle Riten mussten von einer jungen hübschen Frau geleitet werden und
bezogen rituelle Nacktheit und sexuelle Riten mit ein,
lechz...
Höchst
wahrscheinlich flossen
durch seine üppigen Kontakte mit der Freimaurerei und dem Rosenkreuzertum viele
magische Elemente in seine Riten ein. So entlehnte er das Graduierungssystem
seiner Coven von der Freimauerei.
Old
George pflegte eine
intensive Abneigung gegen das Christentum und gegen die lokale Obrigkeit. Er
warb öffentlich für den Untergang der christlichen Religion und der
Gesellschaft im Allgemeinen. Aus diesem Grunde mag er wohl auch Mitglied bei
verschiedenen satanischen Gesellschaften gewesen sein und betrieb schwarze
Magie, denn dies würde, so hoffte er, das Ende des Christentums beschleunigen.
1951 wurde in
Grossbritannien der Witchcraft Act, ein aus dem Jahre 1735 stammendes
Gesetz, das Hexerei grundsätzlich unter Strafe stellte, abgeschafft
und immer mehr Menschen wandten sich
wieder dem Hexenkult zu.
Viele Mitglieder des in dieser Zeit neu entstehenden Wicca-Kultes fürchteten nun, dass
die
ausgeprägten satanischen Tätigkeiten von Pickingill bekannt werden und das sich eben entwickelnde positive Bild
des Hexenkultes verzerren und beschädigen könnten.
Um
sich dagegen zu schützen, beschlossen viele Wicca-Coven, die um die
satanistischen Tendenzen von Pickingill wussten, dass alle Hinweise auf Pickingill im Hexenkult unterdrückt werden sollten.
Leider
kann aus diesem Grunde der
reale Wert der Beiträge von George zur Wiederbelebung des modernen Wiccakultes,
sowie auch der Wahrheitsgehalt der oben genannten Fakten,
nur mehr unzureichend festgestellt werden.
Kehren
wir aber zum ominösen "Buch der Schatten" zurück.
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Charles Godfrey Leland, der
Mann, dem die Hexen vertrauen
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Nun,
eines der ersten prototypischen "Buch der Schatten" ist bestimmt das Buch,
Aradia oder das Evangelium der Hexen (1899) das von Charles Godfrey Leland
(1824-1903), einem amerikanischen Abenteurer, selbsternannten Ethnologen und
Begründer der Gypsy Lore Society (Gesellschaft für das Volksbrauchtum der
"Zigeuner") veröffentlicht wurde.
Leland behauptete, dass er Kontakt zu
einer italienischen
Hexe namens "Maddalena" gehabt habe, welche ihm
ihre heidnisch-etruskischen Mythen, Rituale und Texte enthüllt hätte. Er ist der Erste der den Begriff la vecchia religione,
der Alte Glauben gebrauchte. Das Buch besteht aus einer Sammlung von
heidnischen Mythen, Texten und Ritualen, die um die
Mondgöttin und Hexenkönigin Diana, ihren Bruder, den Sonnengott Luzifer und
deren Tochter Aradia ranken. Letztere erscheint den Texten zufolge als Gesandte
ihrer Mutter auf der Erde, um das Hexenwissen der unterdrückten Landbevölkerung
als Waffe und Lebenshilfe zu übermitteln.
Die Abhängigkeit Lelands resp. "Maddalenas" von
gnostischer, keinesfalls von vorchristlicher Mythologie wird hier überdeutlich.
Sprachliche
und literarische Elemente zeigen, dass die Texte aus dem 19. Jahrhundert stammen.
Aus diesem Grunde wird die Authentizität des Inhalts
dieser Schrift von Geschichtshistorikern bestritten.
Nicht
zu vernachlässigen sind in diesem Zusammenhang auch die Bücher The Witch
Cult in Western Europe (Der Hexenkult Westeuropas) und The God of the
Witches (Der Gott der Hexen) von Margaret Murray (1863 – 1963) einer
englischen Ägyptologin und überzeugten Feministin, die in den 30er Jahren des
letzten Jahrhunderts erschien sind und einen sehr grossen Einfluss auf den
späteren Wicca-Kult ausgeübt haben.
In diesen Büchern stellte sie die Behauptung auf, der Hexenkult sei eine vorchristliche
Naturreligion, die seit dem Neolithikum bis in unsere Zeit überlebt hat.
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Margaret Murray, in adretter
Rüschenschürze |
Die
Hexen beteten einen gehörnten männlichen Gott an, jedoch waren Frauen den
Männern ebenbürtig und konnten in Führungsrollen aufsteigen. Der oberste
Priester trug während der Zeremonien ein Tierkostüm, wurde als die Inkarnation
des gehörnten Gottes behandelt und beglückte gut und gerne die Teilnehmerinnen
mit einem steinernen Phallus.
Der
umstrittenste Aspekt von Murrays Hypothese war, dass der Hexenkult Rituale
durchführte, die Menschenopfer und Kannibalismus beinhalteten. Natürlich ist
dieses ein sehr heikler Punkt für moderne Neuheiden, deren Praxis nicht Kannibalismus
oder menschliche Opfer mit einschliessen. (Das woll´n wir aber mal hoffen!)
Ein
anderer umstrittener Aspekt ihrer These war ihre Behauptung, dass die Coven
immer dreizehn Mitglieder hatten. Dies hat sie aus mittelalterlichen
Gerichtsakten willkürlich zusammengestückelt und ist heute klar
widerlegt.
Für ihre umstrittenen Thesen
benutzte Murray übrigens fast ausschliesslich Sekundärquellen aus Schottland,
England und Kontinentaleuropa. Alles was ihre Ansichten stütze, nahm sie in ihre
Aufzeichnungen auf, was dagegen sprach, ignorierte sie grosszügig. Diese
Arbeitsweise brachte der Autorin bei ihren Kollegen und Kolleginnen ebenso viel Kritik ein, wie
ihre gewagten Schlussfolgerungen.
Murrays Theorie konnte jedenfalls in der Fachwelt nicht bestehen.
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New Forest - Wind, die
Frisur
hält! |
Das "Buch der Schatten" des vormaligen Kolonialbeamten Gerald B. Gardner ist ein
klassisches Beispiel, wie ein Buch der Schatten erschaffen (erfunden?) worden
sein könnte.
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Brennen muss the fire,
geschrieben ist`s von Scire... |
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Gerald B. Gardner (1884-1964), überzeugter Nudist mit einem
ausgeprägtem Sinn für Humor und Begründer der modernen Wicca-Bewegung, wurde seinen Angaben gemäss
im Dezember 1939 in den New Forest-Coven initiiert, der
der innere Kreis des Rosicrucian Fellowship of Crotona
in Christchurch gewesen sein soll.
Dieser kleine Hexen-Coven, der
von einer ominösen Dorothy Clutterbruck geführt wurde,
versuchte das Hexenwesen nach den Ideen von Margaret Murrays The Witch
Cult in Western Europe wiederzubeleben.
Zwei Mitglieder dieses Covens
sollen zudem einer Familientradition angehört haben, die in direkter Verbindung
zu einem Coven
von George Pickingill stand.
In wieweit diese Geschichte wahr ist, bleibt bis heute sehr umstritten.
Daneben entwickelte sich seit dem
Jahre 1947 ein Gedankenaustausch zwischen Gardner und Aleister Crowley, von dem
Gardner schliesslich eine Charter zur Wiederbelebung seines magischen Ordens
O.T.O. (Ordo Templis Orientis) in Großbritannien erhielt.
Nach einem Treffen mit einigen führenden Persönlichkeiten des O.T.O. in den
USA, verwarf Gardner den Gedanken, Oberhaupt des O.T.O. in Grossbritannien zu
werden. Stattdessen konzentrierte er sich jetzt ganz darauf, das, was er für den
Hexenkult hielt, wieder lebendig werden zu lassen.
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Dreizehn Moons have the year,
drauf
trinke i a cooles Bier... |
So veröffentlichte er unter einem Pseudonym einen Roman, High Magic’s Aid (1948), der einige Wicca-Rituale andeutete und in dem
überhaupt zum ersten Mal verkündet wurde, dass sich Hexen in einem "Coven"
treffen würden, der von einer Hohepriesterin verwaltet
wurde. Sie verehren den Gott des Waldes "Cernunnos-Herne",
die Göttin wird übrigens in diesem Roman mit keinem Wort erwähnt.
Als
1951 der weiter oben erwähnte Witchcraft Act abgeschafft wurde und
kurz darauf Dorothy Clutterbruck verstarb, veröffentlichte
Gardner 1954 das Buch Witchcraft Today (Hexerei Heute), die allererste
moderne Darstellung der alten Religion. 1959 folgte The Meaning of
Witchcraft (Die Bedeutung des Hexentums), ein Buch, in dem Gardner seine
Version der Geschichte des europäischen Hexentums darlegt.
Er borgte sich in dieser Zeit, wie schon George Pickingill vor
ihm, die Struktur der Initiations- und
Kreiseröffnungsrituale aus der Freimaurerei,
der er seit 1909 angehörte und dem Schlüssel Salomon, gab ihr den Namen Wica und
gründete flugs einen eigenen Coven.
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Gerald B. Gardner feilt an
einer verbesserten Version
seines "superalten Buch der
Schatten"
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Wica
war seiner Meinung nach, der altenglischen Vorläufer des neuenglischen Wortes
"witch" = Hexe. Nun, Spekulationen über altenglische Sprache lagen
Gardner schon früh am Herzen. So trägt eines seiner hinterlassenen Notizhefte den Titel Ye Bok of Ye Art Magical
(Das Buch der magischen Kunst)
und es enthält zeitgenössische Rituale, die Gardner aus der okkulten Tradition
übernommen hatte und in ein mittelalterliches Englisch zurückübersetzte, oder in das,
was er dafür hielt. Später
korrigierte Gardner das Wort auf Wicca.
Hmmmmm...,
eigentlich ist die Bezeichnung Wicca ja irreführend, da das altenglische Wort
Wicca (abgeleitet vom altenglischen Verb "wiccian = "zaubern,
hexen") ausschliesslich eine männliche Hexe (Hexer, Zauberer, Wahrsager) bezeichnet. Eine weibliche Hexe
wird Wicce genannt.
Die
innerhalb der Wicca-Bewegung gern angegebene Ableitung von "weise",
altenglisch "wis" ist hingegen sprachgeschichtlich unmöglich (s wird nie zu
k und umgekehrt).
Diese männliche Bezeichnung "Wicca" erscheint mir aber angemessen, da die
Begründer des modernen Hexenkultes ja eh nur Männer gewesen sind. Dies sei
aber nur mal am Rande bemerkt, hihihi...
Das
Extrakt seines "Buch der Schatten", obwohl seiner Aussage gemäss uralt und über
Jahrhunderte überliefert, entpuppte sich bei genauerer Lektüre als eine
Sammlung von Charles Godfrey Lelands "Aradia oder das Evangelium der Hexen",
Texten von Margaret Murray und Versatzstücken aus Aleister Crowleys "Gnostischer Messe".
Die
Bezüge zu Crowley und Leland waren aber so offensichtlich, dass es sich selbst als
neueren Datums entlarvte. Aus diesem Grunde wurde es in den Jahren 1954-1957, mit Hilfe
Doreen Valiente (1922–1999), einer Wiccapriesterin, die Gardner 1953 initiiert hatte, neu
überarbeitet und ausgearbeitet. So steuerte die poetisch sehr begabte Doreen
viele der darin enthaltenen wunderschönen Anrufungen wie z.B. der Charge of
the Goddess (Die Lehre der Göttin) und die Witches Rune (die
Hexenrune) dem neu entstehenden "Buch der Schatten" bei.
Dieses
Buch wurde die Grundlage der besagten Gardnerian-Tradition und von ihm leitet
sich die gesamte "Buch der Schatten-Wicca-Literatur" ab.
Im Jahre 1964 verstarb Gardner auf
einer Kreuzfahrt im Mittelmeer. Sein Grab liegt in der Nähe der alten Ruinen von
Karthargo, der Stadt der Mondgöttin Tanith.
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Genug ist genug! Ich, Alex
Sanders, bin allein im
Besitz
des superechten "Buch der
Schatten"! Sonst lass ich`s
patentieren! |
Wenn
wir von Gardner sprechen, kommen wir um Alex Sanders (1916-1988)
selbstverständlich nicht herum. Alex
Sanders, selbsternannter und einziger "Hexenkönig" und "Medien-Zar",
erlaubte im grösseren Stil Reportern seine Rituale zu fotografieren und zu filmen, was diese natürlich
sensationslüstern nur zu gern annahmen.
Einer der vielen Höhepunkte seiner Medienpräsenz war übrigens ein
Zeitungsbericht über ihn und seine Ehefrau/Hohepriesterin Maxine Sanders, als
sie auf der Bühne eines Nachtklubs in Bournemouth für Geschäftsleute
eine gefälschte schwarze Messe zelebrierten.
Tja, wem`s gefällt!?
Als Folge der Medienberichte initiierte Sanders tausende
an Wicca Interessierte und ermöglichte somit eine weite
Verbreitung der Wicca-Tradition. Man mag ja von ihm halten was man will, ohne ihn
jedenfalls wäre die Wicca-Bewegung ganz bestimmt nicht so verbreitet wie sie heute
der Fall ist.
Also,
Sanders versuchte 1961 vergeblich bei einem Gardnerian-Coven einzutreten.
Ok, das hatte nicht geklappt. Was lag also näher, als eine eigene
Wicca-Tradition zu gründen? Er behauptete fürderhin und in seiner Autobiographie
"Der König der Hexen", dass er im Alter von 7
Jahren von seiner Grossmutter (Grossmutter? Ja genau, schon wieder diese ominöse
Grossmutter!) in den 1. Grad des Hexenkults eingeweiht worden sei, später in
der Pubertät in den 2. und 3. Grad, durch den reell vollzogenen "grossen
Ritus", sprich durch Geschlechtsverkehr mit der eigenen Grossmutter, welche kurz
darauf verstorben sei. (Na ja, hoffentlich nicht durch Entkäftigung infolge des
inzestuösen "grossen Ritus".)
Während Gerald Gardner sich die Initations-
und Eröffnungsrituale aus der Freimaurerei und dem Schlüssel Salomon geborgt
hatte,
war Alex Sanders derjenige, der die ganze Lebensbaumlehre der Kabbala und das
Pentagrammritual in die Ritualistik des Wicca-Kultes einführte. Diese Lehre sei
aber schon immer Teil des Hexentradition gewesen, fabulierte er.
Der Beweis (?)
dafür sei, dass diese kabbalistischen Einfügungen, wie auch seine gesamte Hexenlehre schon im superalten
"Buch der Schatten" seiner Grossmutter gestanden habe.
Hmmmm...,vergleicht man
aber sein
"Buch der Schatten" mit dem "Buch der Schatten" von Gardner,
bemerkt man, dass sie fast identisch sind. Zudem enthält es kurioserweise die "The
Charge of the Goddess", eines von Doreen Valiente erst viel später
geschaffenen Textes.
Jajaja...,
solche Synchronizitäten mag es im Okkultismus ja geben und überhaupt: Hey,
noch nie etwas von Präkognition gehört?!!
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Hexenkönig ist schon mal
nicht schlecht.
Doch mit dieser schmucken
Robe werd ich bestimmt mal
Hexenpapst!
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Waaas...,
du wagst es nun zu zweifeln, ob es so etwas wie ein superechtes
Buch der Schatten, sowie eine superalte Hexentradition überhaupt gegeben hat?
Aber, aber, das geht doch nicht!
Eine echte Hexe zweifelt nicht, niemals, sondern glaubt demütig an
eine jahrhundert alte Tradition, die der Bibel gleich, Wort für Wort überliefert
worden ist!
So möge es sein!


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