Grundlegende rituelle Elemente

 

Der magische Kreis 

 

 

Ein vermindert Lebender ersucht

Einlass im magischen Kreis. -

John Dee und Edward Kelly

beschwören einen Geist

 

 

inige Heiden mögen von den Göttern besonders gesegnet sein, da sie in einem Klima leben, in dem sie alle acht Feste im Freien feiern können (ein stilles, ungestörtes Plätzchen wäre dabei gewiss auch nicht zu verachten). 

Leider sind nicht alle so begünstigt und so gibt es Heiden, die gezwungen sind, einige, wenn nicht sogar alle Rituale in einem geschlossenen Raum zu feiern. So kann ein umgebauter Keller als Tempel dienen. Öfter ist es aber ein spezieller Raum in der Wohnung, der nur für Rituale benützt wird. Doch in den meisten Fällen ist es wohl das Wohnzimmer, dass dann Wohnraum und Tempel in einem ist. 

 

In jedem Fall, ob in einem geschlossenen Raum, oder in der freien Natur, wird ein heiliger Raum geschaffen, zwischen den Welten und jenseits der Grenzen der Zeit. 

Durch das Formen und/oder um schreiten eines Kreises wird ein heiliger Platz gebildet, worin durch Lieder, Musik und Tänze, Energie konzentriert wird, die dann im Ritual zu verschiedenen Zwecken benützt werden kann.

 

Ein Kreis kann sehr einfach oder auf komplexe zeremonielle Weise gebildet werden, je nach Person/Gruppe, Hintergrund oder Tradition. Mit dem folgenden Beispiel, kannst du sehr gut allein oder in einer Gruppe arbeiten. 

 

 

 

 

Priesterin (Tritt zum Altar, hebt die Schale hoch und hält ihre Hand über die Wasserschale.)

Ich segne dich, oh Wasser, Kind der kosmischen See, sei gesegnet in dieser Stunde und gib alles Übel in dir auf. Sei an diesem Ort so rein, wie du im Augenblick deiner Schöpfung gewesen bist. 

 

Priester (Tritt zum Altar, hebt die Schale hoch und hält seine Hand über die Salzschale.)

Ich segne dich, Oh Salz, Geschöpf dieser Erde, sei gesegnet in dieser Stunde und gib alles Übel in dir auf. Sei an diesem Ort so rein, wie du zur Zeit deiner Schöpfung gewesen bist. 

 

Der Priester fügt nun dreimal ein wenig Salz der Wasserschale zu, die immer noch von der Priesterin gehalten wird, rührt mit dem Athamen neun mal im Gegenuhrzeigersinn um, besprengt nun die Priesterin und kehrt zu seinem Platz zurück. 

 

Priesterin

Mit Salz und Wasser reinige ich diesen heiligen Ort. 

Die Priesterin schreitet nun, von Osten beginnend, im Uhrzeigersinn (deosil) den Kreis ab. Während ihres Umgangs besprengt sie jede Himmelsrichtung mit Wasser und stellt sie auf den Altar zurück.

 

Nun krümelt der Priester die Räuchermischung auf die glimmende Holzkohle.

Geschöpf des Feuers, brenne hell in dieser Stunde und weihe diesen heiligen Ort mit deinem Duft. 

Mit Luft und Feuer weihe ich diesen heiligen Ort. 

Der Priester schreitet nun mit dem Weihrauch deosil den Kreis ab. 

 

Die Priesterin ergreift das Schwert/Athamen und tritt in den Osten, hält die Spitze nach aussen und schreitet noch einmal so den heiligen Kreis ab.

Wir beschwören dich, oh Kreis der Kraft, auf dass du eine Verbindung zwischen der Welt der Menschen und dem Reich der Mächtigen bist. Ein Wächter und ein Schutz, der die Kraft, die wir erwecken, halten und bewahren soll. Daher segnen wir dich und weihen dich mit den heiligsten und mächtigsten Namen von Herne und Dana und im Namen aller strahlenden Gottheiten des Feenvolkes. 

 

Was gerade beschrieben worden ist, ist die Reinigung und die Weihe eines heiligen Platzes. Beachte, dass bei diesem Vorgang der Ort und alle Teilnehmenden mit den vier Elementen in Berührung gekommen sind. 

 

Die reinigende Priesterin: Wasser und Erde (Salz). 

Der weihende Priester: Feuer (glimmende Holzkohle) und Luft. 

Die Priesterin verkörpert mit ihrem Schwert den Geist, der alle Elemente durchdringt und umfasst. 

 

Ein wahrlich Ehrfurcht gebietender Kreis, gelle!?

 

 

 

 

Und wenn ein Kreis geformt worden ist, ist es nur zu logisch, dass er auch wieder geöffnet werden sollte, wenn das Ritual beendet wird.

 

Eine mögliche Form von vielen ist:

 

Haltet euch an den Händen und sprecht: 

Der Kreis ist nun offen, doch ungebrochen, die Liebe der Göttin/Götter erfüllt unsere Herzen. Eine fröhliche Zusammenkunft, ein fröhlicher Abschied und ein fröhliches Wiedersehen. 

 

Oder

Priesterin

Nun wollen wir die Kreise der Existenz schliessen. 

 

Alle halten sich an ihren Händen.

 

Priester

Dieses Ritual endet in Frieden, wie es in Frieden begann. Ziehen wir uns nun zurück, in Frieden und mit Liebe in unseren Herzen, bis wir uns das nächste Mal wieder sehen.