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Grundlegende rituelle Elemente
Invokation
der Gottheiten
as
nächste bekannte Element bei beinahe allen Ritualfeiern ist die Anrufung der
Gottheiten. Darunter versteht man die Begrüssung der Gottheiten, das Einladen in
den Kreis und die Identifizierung der Essenz des Gottes und der Göttin mit der
Priesterin und dem Priester.
Es gibt verschiedene Wege, wie dies aufgeführt werden kann.
Einige haben einen Priester, der den Gott in den Kreis und in sein Wesen ruft
und die Priesterin, welche die Göttin in den Kreis und in ihr Wesen ruft. Andere
Gruppen haben eine Priesterin, welche den Gott in den Kreis und in den Priester
ruft und einen Priester, welcher die Göttin in den Kreis und in die Priesterin
ruft. Wieder andere Gruppen haben eine Priesterin, welche den Gott in den Kreis
und in den Priester ruft und dann macht sie die Anrufung der Göttin in den Kreis
und in sich selbst hinein. Einige Gruppen können mal diese, mal jene Anrufung
benutzen.
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Allzuviel ist ungesund!
Dieser Wicca-Priester hat
beim
Invozieren von Herne wohl
ein
bisschen übertrieben! Man
beachte bitte seine dezente
Schamesröte, die zart sein
Antlitz überzieht, als ihm
dies
bewusst wird... - "Legende" |
Einmal
mehr, das Problem ist nicht so sehr der Ablauf, sondern wie es sich für
dich und die Gruppe anfühlt.
In unserem Hain lädt zuerst der Priester den Gott und die Priesterin die
Göttin in den Kreis ein. Nachfolgend bittet die Priesterin den Gott mit dem
Priester
eins zu werden und der Priester bittet die Göttin mit der Priesterin eins zu
werden.

Nachdem
der Kreis geschlossen wurde und die Himmelsrichtungen angerufen worden sind,
geht der Priester mit dem Athamen in den Osten und schaut nach aussen.
Höre
mich, oh uralter Einzigartiger! Mächtiger Herne, Gott mit dem Hirschgeweih,
Herr des Todes und der Wiedergeburt, Gemahl unserer Herrin! Wir rufen dich an.
Sei eins mit uns und zeige dich an unserem heiligen Ort. Möge das Ritual,
welches wir hier abhalten unterstützt werden von deiner Kraft! Deine
Lebenskraft, welche war, ist und immer sein wird! So möge es sein!
Die
Priesterin geht nach Westen, wo sie nach aussen blickt.
Höre
mich, oh uralte Einzigartige! Oh Dana, Mutter des Feenvolkes, Herrin des Mondes!
Wir rufen dich an, oh dreifache Göttin! Sei eins mit uns und zeige dich an
unserem heiligen Ort. Möge das Ritual, welches wir hier abhalten unterstützt
werden von deiner Kraft! Deine Kraft der Liebe, welche war, ist und immer sein
wird! So möge es sein!
Beide
gehen nun in das Zentrum des Kreises und stehen sich gegenüber. Die Priesterin
streckt ihre Arme aus und sagt:
Höre
mich, du uralter Einziger, oh Herr der wilden Wälder und Beschützer der
heiligen Haine, Herr des Todes und der Wiedergeburt! Mächtiger Herne, Gemahl
unserer Herrin! Offenbare dich mit deiner Kraft und deiner Macht durch deinen
Priester. Sei eins mit ihm und im Innern von ihm - und mit uns hier an diesem
heiligen Ort, so dass wir von deiner Anwesenheit erfahren durch die Kraft,
welche wir in unserem Innern fühlen. Die Lebenskraft, welche war, ist und immer
sein wird. So möge es sein!
Der
Priester steht vor sie hin mit erhobenen Armen und sagt: (Das erhobene Athame
ist ein Symbol, welches die phallische Kraft des Gottes darstellt)
Höre
mich, Du uralte Einzigartige! Oh Herrin des Mondes! Offenbare dich mit deiner
Weisheit und deinem Anmut, mit deiner Fülle und deinem grenzenlosem Schenken,
mit deiner Sanftheit und deiner Liebe durch deine Priesterin! Sei eins mit ihr
und im Innern von ihr - und mit uns hier an diesem heiligen Ort, so dass wir von
deiner Anwesenheit erfahren durch die Kraft, welche wir in unserem Innern
fühlen. Die Kraft der Liebe welche war, ist und immer sein wird. So möge es
sein!

Das
Verabschieden der Gottheiten
Am
Ende des Rituals, sollte dem Gott und der Göttin für deren Unterstützung und
Begleitung mit einem angemessenen Abschied gedankt werden.
Priester
Lasst
uns nun unseren alten Göttern unser Lebewohl entbieten!
Der
Priester befindet sich im Osten und schaut nach aussen:
Heil
dir Herne! Gesegnet sei alles in Heide, Feld und Wald. Alle lebendigen Wesen
bestehen in dir. Gesegnet sei alles, das mehr wert ist als Gold. Gesegnet sei
alles mit deiner Kraft und deiner Liebe zur Göttin. Gesegnet sei der heilige
Hain, den du behütest. Hab Dank für deine Gegenwart. Möge dein Lied immer in
unseren Herzen erklingen, denn es singt von der Einheit des Lebens mit allem
Lebendigen. Mögest du stets mit uns sein!
Alle
So
möge es sein.
Die Priesterin geht danach nach Westen, schaut nach aussen.
Strahlende
Dana, die du die Mutter aller Lebewesen bist, grosse Mutter, Herrin der Zeit und
der Gezeiten, die du die Ernährerin aller Wesen bist, die Hüterin des niemals
verlöschenden Herdfeuers. Hab Dank für deine Gegenwart. Macht unsere Herzen zu
deinem heiligen Schrein. Nimm an, deine Wohnstatt in unserem Heim und lasst
Frieden auf der Erde sein. Möge es immer so sein! So sei es!
Alle
So
möge es sein.
Eine
andere schöne Methode ist es auch, die Gottheiten mit seinen eigenen Wörtern
anzurufen, wie auch zu verabschieden, denn jedes Ritual beschwört verschiedene
Energien und verschiedene Gefühle hinauf.
Halte die Invokationen und die
Abschiedsrede kurz, aber mit wahren Gefühlen.
Zudem gibt es ein wahre Fülle von guter heidnischer Literatur, in denen du
poetische Texte finden kannst, um geeignete Anrufungen vornehmen zu können.


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