"Xenophanes hin oder her, wer war
das schon...", verkünden vibrierend Magier und Wiccas in alle vier
Himmelsrichtungen,
"der okkulten Theorie und Vorstellung gemäss ist ein
Elementarwesen nun mal ein nichtphysikalisches Geschöpf, dessen Wesen mit einem
der vier magischen Elemente aufs Engste verbunden ist und daran gibt es nichts
zu deuteln, meinte schon sogar einmal Frater Moe Szyslak. Sie sind das
unsichtbare Gegenstück der sichtbaren Natur oder die so genannte spirituelle
Essenz der Elemente!
So steht`s geschrieben!
Schluss, Punkt, Amen!"
Ok, ok! Jetzt habt euch mal nicht
so!
Äähhhmmm..., wo war ich stehen
geblieben?
Ach ja, Elementarwesen werden
bekanntermassen in
folgende vier
Gruppen unterteilt:
1.
Sylphen, die Geister der Luft
2.
Salamander, die Geister des Feuers
3.
Undinen, die Geister des Wasser
4.
Gnome,
die Geister der Erde
Sylphen
Von den Sylphen (ein männlicher Luftgeist aus der griechischen Mythologie, die
weibliche Form ist übrigens eine Sylphide)
sagt man, dass sie die höchste Gruppe der Elementarwesen sind, da ihr Element
die höchste Vibrationsrate hat. Der Wind und die Wolken sind ihr Vehikel. Die
Mythologie beschreibt sie als geflügelte Feen. Die Luftgeister sind unstete,
veränderliche Kreaturen, die sich mit der Geschwindigkeit eines Lichtstrahls
bewegen können. Sie arbeiten durch die Luft und die Atmosphäre der Erde,
indirekt aber auch durch das menschliche Nervensystem. Sylphen sind wohltätig,
heiter und inspirierend zu den Menschen, besonders zu Artisten und Dichtern.
Ausser
ihrem Lebenselement Luft findet man sie auch auf hohen Berggipfeln, stillen
Wäldern, idyllischen Waldlichtungen und Hainen, weiten Fluren, schönen Garten-
und Parkanlagen.
Im
Osten herrscht der König der Sylphen Paralda über die Elfen. Man kann ihn sich aufrecht
stehend in Luftwirbeln vorstellen. Bewegt wie die Meereswellen steigen diese
Luftwirbel senkrecht in die Höhe. Von ihm gehen in strahlendem Licht
Luftströmungen und Winde aus.
Salamander
Die
stärksten und kraftvollsten der Elementarwesen sind die Salamander. Kein
Feuer und keine Wärme kann ohne sie existieren. Die Salamander arbeiten durch
die emotionale Natur der Menschen und Tiere mittels des Blutstromes und der
Körperhitze. Es wir
gesagt, dass sie infolge ihrer verbrennenden und auflösenden Natur die schwierigsten Elementarwesen sind,
mit denen man kommunizieren kann. Wie auch immer, der Rauch der brennenden Räucherkohle und die brennende rote Kerze im Süden ist ein Medium für ihren Ausdruck. Salamander
variieren in Grösse und Erscheinungsformen, von Feuerbällen oder Flammenzungen bis zu feurigen
drachenähnlichen Kreaturen. In ihrem Temperament sind
sie gefährlich und unberechenbar.
Sie
hausen in Hitzeschlünden der Erdtiefe, in Kratern, Öfen und im friedlichen
Feuer unserer Herde.
Ihr mächtiger König ist ein
Ehrfurcht gebietender flammender Geist namens Djin, der im Süden seinen Vorsitz
hält. Von
ihm steigen
Hitzewellen und Feuerfunken auf. Flammen, die bis an den Himmel reichen,
versengen die Atmosphäre um ihn herum.
Undinen
Undinen
(lat. unda = "Welle") kontrollieren und manipulieren den Fluss des Wassers in
der Natur. So arbeiten sie auch mit
den Lebenssäften in Pflanzen, Tieren und Menschen. In der Mythologie haben
Undinen verschiedenste Formen, wie Wassernymphen, Wassergeister, Meerjungfrauen
und Nereide. Es wird gesagt, dass sie lebendig, würdevoll und generell wohltätig
den Menschen gegenüber sind.
Sie
bewohnen malerische Buchten, Inseln und Felsgruppen innerhalb von Flüssen und
Strömen, sowie verschwiegene Waldweiher, stille Bergseen, lauschige Quellen und
Wasserfälle.
Die Königin der
Wassergeister heisst Nichsa oder Nixa und herrscht im Westen über die Undinen.
Ihre Aura sprüht
Schaum auf, um ihre Füsse bilden sich gewaltige Wirbel. Sie ist völlig von
Feuchtigkeit durchdrungen.
Gnome
Der
Name dieser Wesenheiten stammt von dem griechischen Wort genomos "Erdbewohner"
ab. Gnome arbeiten in einem Element, das sehr nahe der physischen Ebene
steht, so dass sie eine immense Kraft über Steine und die Vegetation haben, so auch
selbstverständlich über die mineralischen Elemente in der körperlichen Beschaffenheit
von Menschen und Tiere. Sie arbeiten mit Steinen, Edelsteinen und den Metallen
und man sagt, dass sie die Hüter von verborgenen Schätzen sind.
Verschiedene
magische Traditionen haben verschiedene Typen der Gnome beschrieben, darunter
fallen Satyre, Brownies, Elfen und Dryaden. Gnome sind, vermutet man, geduldig und hart arbeitend, aber können böswillig und schwierig im Umgang erscheinen.
Sie
hausen in Gebirgsgegenden, steilen, felsigen Hängen, Schluchten, dichten
Wäldern, idyllischen Tälern, knorrigen Wurzelstöcken mächtiger Bäume, in
schönen, wilden Gärten, sogar in manchen Wohnungen sind sie anzutreffen.
Der König der Gnome
wird Ghob genannt und herrscht im Norden
über die Gnome. Er ist völlig
eingebettet in die "Erdkraft". Unter "Erdkraft" sollten wir
nicht materielle Erde als solche vorstehen, sondern die Kraft, aus der heraus
die Erde sich verdichtet hat. Es ist eine starke Kraft in langsamer
Vibration.

Wie
du vielleicht bemerkt hast, habe ich hier vornehmlich die traditionelle Form bei den
Elementarkönigen gewählt, wie sie von Agrippa von Nettesheim überliefert
worden sind.
Wenn du möchtest, kannst du dir natürlich diese
Gestalten jederzeit auch alle als weiblich, oder als Paar (Königin und König)
vorstellen.
Wir können
selbstverständlich Formen wählen, welche uns am meisten ansprechen.
Hier sind unserer Vorstellungskraft
und Kreativität,
wie überhaupt in der gesamten Magie, keinerlei Grenzen
gesetzt.

