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Hekatombaion
Wenn
du die Wahrheit suchst,
sei offen für das UNERWARTETE,
denn
es ist schwer zu finden und verwirrend,
wenn du es findest.
Heraklit
(ca. 540 - 480 v.u.Z.)
Dies
ist der Monat Hekatombaion, der erste Monat des neuen
athenischen Jahres.
(Abgeleitet von Hecatombe, einem öffentlich
dargebrachten Opfer
einer grösseren Anzahl von Tieren. Ursprünglich bezeichnete das Wort eine Anzahl
von hundert Rindern.)
4.
Aphrodisia am 26.6.09
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Einmal links herum,
einmal rechts herum,
rundherum das ist
nicht schwer! |
Dies
ist der Festtag der Reinigung der Aphrodite Pandemos (die allen attischen
Stämme Gemeinsame)
und
Aphrodite Peitho (überzeugend, beredsam).
Am
Anfang des Festes wurde der Tempel gereinigt (in den antiken Zeiten mit dem Blut
einer Taube, das ihr heiliges Tier war) und ihr Altar mit einem wohlriechenden
Öl bestrichen.
Heutzutage
können wir ihr eine makellose Rose weihen und den Altar mit Rosenöl
bestreichen. (Äpfel, Apfelblüten und Myrtenzweige sind auch angemessen).
Zuletzt wurde das heilige Bildnis der Aphrodite in einer Prozession an einen
Platz getragen, wo es gereinigt und gewaschen wurde. Das Fest wurde von Tänzen
und athletischen Wettkämpfen begleitet. Beachte, dass jeder vierte Tag eines
Monats Aphrodite geweiht ist.
7.
Hekatombaia am 27.6.09
Eine
wichtige Feier mit Riten zu Ehren des Apollon Hekatombaios und Zeus Hekatombaios.
12.
Kronia am 4.7.09
Kronia
ist ein Fest zu Ehren von Kronos, dem Gott der Getreideernte und seiner Gemahlin
Rhea. An diesem Tag wird das Ende der Ernte mit einem grossen Mahl gefeiert.
Dieses Fest symbolisiert (wie bei den Saturnalien) die Zeit des goldenen
Zeitalters, das von Kronos und Rhea regiert wurde.
An
diesem Tag war und ist es jedem und jeder erlaubt ist, zeitweilig in das
goldenen Zeitalter zurückzukehren, zu Gleichberechtigung, Üppigkeit,
Sorglosigkeit und ungezügelter Freiheit.
16.
Sunoikia am 8.7.09
Synoikia
ist ein Fest zu Ehren der Stadtbeschützerin Pallas Athena. An diesem Tag wird
dem von Theseus durchgeführte Zusammenschluss der archaischen Dörfer zu einer
organisierten Stadt (Athen) gedacht.
21.
Artemisia am 13.7.09
Ein
Fest zu Ehren der Artemis.
22.
Ponnukhis (Die ganze Nacht wach sein) am 14.7.09
Ein
nächtliches Fest mit Fackelrennen, Jungfrauentänzen und jugendlichen
Wettkämpfen.
23.-30. Panathenaia am 15.7.09 - 21.7.09
Das
kleinere und das grössere Panathenaia ist die Geburtstagsfeier von Athena, an
welchem alle Gottheiten und die Sterblichen zusammen ihre Geburt feiern.
Gemäss
der Tradition war dies der Tag, als sie aus dem Kopfe des Zeus entsprang.
Das
kleinere Panathenaia wurde jährlich abgehalten und dauerte einen Tag. Die
Hieropoioi (die mit heiligen Dingen handeln) trugen das heilige Peplos (ein
Gewand, das auch die griechischen Frauen während der frühen
archaischen, klassischen und hellenistischen Periode (bis etwa 300 Jahre n.u.Z.)
trugen. Es besteht aus einem langen, rechtwinkligen Stoff, der vertikal
gefaltet ist und von den Schultern hängt. In den früheren Zeiten wurde es um
die Taille zusammengebunden und reichte bis zu den Füssen) durch die Stadt und
setzen das Fest mit Tanzwettbewerben und Opfern für die Göttinnen Athena
Polias (Athena der Stadt), Hygieia und Nike fort. Das grössere Panathenaia
wurde alle vier Jahre mit einer prächtigen Prozession und athletischen
Wettkämpfen abgehalten. Der Tag vor der panathenaischen Prozession war ein Fest
namens Ponnukhis. Beachte,
dass es ein allgemeines Merkmal der griechischen
Feste ist, dass sie bei Sonnenuntergang beginnen.
Zu
Sonnenuntergang wurde das heilige Feuer vom Altar des Eros in der Akademie
geholt, wo zuerst ein Opfer Eros und Athena geweiht wurde. (Der Altar des
Prometheus, der das Feuer den Sterblichen gab, stand auch in der Akademie). Ein
Fackelrennen brachte im Anschluss das Feuer zum Altar von Athena. Für dieses
Fest wurde eigens ein neues Peplos als Geschenk für den Geburtstag der Göttin
gewoben. Das Peplos war aus gelber Wolle und mit Darstellungen der Gigantomachy
(Athena und Zeus kämpfen gegen die Giganten) bestickt und symbolisiert den Sieg
der Zivilisation über Grausamkeit und Barbarei.
Die
Prozession geleitete das Peplos, das wie ein Segel am Mast eines
schiffsförmigen Wagens hing, durch die Stadt. Dieser Wagen wurde von
Priesterinnen und Priestern gesteuert und war mit farbenfrohen Girlanden
geschmückt. Berittene Epheboi (junge Männer) begleiteten die Prozession.
Am
Anfang der Prozession schritten die Kanephoroi, die mit Gold geschmückten
Mädchen, die die Kana (heiligen Opferkörbe) trugen und die sie dann auf den
heiligen Altar stellten. Die Kana enthielten das Getreide, das über das Opfer
gestreut wurde und bedeckten die heiligen Werkzeuge, die sich in den Kana
befanden.
Nach
ihnen folgten die Ergastinai (Werkmeisterinnen), die das neue Peplos in den
letzten neun Monaten gewoben und bestickt hatten und andere Mädchen, die
Schalen, Krüge, Weihrauchgefässe und andere zusätzliche rituelle Werkzeuge
trugen.
In
den alten Zeiten teilte sich die Prozession in zwei getrennte Prozessionen.
Die
nördliche Prozession führte eine Kuh für Athena Polias, die
Städtebeschützerin der bronzenen Zeit und ein Mutterschaf für Pandrosos (die
vom Tau Feuchte), eine der Töchter von Kekrops (Kekrops war halb Mann und
Schlange, aus der Erde geboren und der legendäre Ahne der antiken Griechen. Er
war Gründer und der erste König von Athen. Er lehrte die Einwohner, die Toten
zu begraben, zu heiraten, zu schreiben und zu lesen. Die Akropolis wurde früher
zu seinen Ehren auch Kekropia genannt), mit sich. Sie wurden auf dem Altar des
"alten" Tempels geopfert, den die Göttinnen zusammen teilten und das
geröstete Fleisch wurde von den Priesterinnen, den Priestern und den Beamten
gemeinsam gegessen.
Dieses
"innere Ritual" ist älter als das Opfer im Freien, dass das Ziel der
südlichen Prozession war und bei dem das Vieh zu Athena Parthenos (Jungfrau)
gebracht und das gebratene Fleisch dem Publikum gereicht wurde.
In
der geheimeren nördlichen Prozession trugen die Sieger des Fackelrennens (ein
Sieger beim kleineren Panathenaia, vier bei den grösseren) das Wasser, das bei
dem Opfer gebraucht wurde in den Hydria (grosse Wasserkrüge) und dienten als
Hydriaphoroi, Wasserträger. Ihnen folgten die Musiker, wie Lyraspieler, die
Kitharodoi und Flötenspieler, die Auletes.
In
beiden Prozessionen schritten Skaphephoroi, die Tablettträger, violett
bekleidete junge Männer, die silberne oder bronzene Tablette auf ihren
Schultern trugen und die mit Kuchen und Bienenwaben beladen waren.
Das
Peplos wurde von einem Knaben, einem Mädchen und dem Priesterkönig, dem Arkhon
Basileus, zusammengefaltet und der Priesterin der Athena Polias überreicht.
Kinder assistierten das Fest sowieso auf vielerlei Art und Weise. Einige trugen
Accerai (lat.: Weihrauchkästchen), die die Thymiateria, die Weihrauchgefässe füllten.
Sie
trugen auch kleine heilige Tische und Stühle, die aufgestellt wurden um die
chthonischen Göttinnen, die mit Athena verbündet waren, zu bewirten: Pandrosos
(siehe oben) und Gaia Kourotrophos (hegende Mutter Erde).
Gaia
Kourotrophos hatte den bedeutenderen Stuhl, da sie einflussreicher als Pandrosos
war
und daher das Prothyma, das erste Opfer aller athenischen Opferungen erhielt,
möglicherweise Getreide aus dem Kanoun, dem heiligen Korb oder Honigkuchen
(beides waren typische Opferungen für die chthonischen Gottheiten).
Die
Stadt war ihr besonders dankbar für die wunderschönen Kinder und die jungen
Mädchen der Stadt, die zusammen in der Prozession gingen.
Die
dreizehnte Homerische Hymne dankt Mutter Erde für "die gut geordneten
Städte durch der Frauen Anmut", wo
Ihre
Söhne jubeln mit jugendlicher Fröhlichkeit, ihre Töchter spielend im Tanze
Blumen streuen, mit glücklichen Herzen und springend durch die blühenden
Felder. All das gibst du, du heilige, prächtige Göttin.
Das
neue Peplos wurde als Geschenk auf die Knie von Athena gelegt und später in der
Schatzkammer gelagert. Sie wurde während dieser Zeit nicht mit der neuen Robe
bekleidet. Dies wurde erst zu
Plunteria
durchgeführt. Opferungen wurden auch
für Hygieia und Nike vollzogen. Die Tage nach der Prozession, waren ausgefüllt
von den Agones, den Sportwettkämpfen (Rennen, Boxen, Ringen) und den schönen
Künsten (Musik und Dichtkunst).
Traditionell
war der Preis für die Athleten die "panathenaische Amphore", die
Olivenöl aus dem heiligen Hain der Göttin enthielt. Der Preis für die
Künstler war eine vergoldete Krone aus wilden Olivenzweigen und etwas Geld. Es
gab aber auch Wettbewerbe für Kinder, denen einfache Kronen aus Olivenzweigen
verliehen wurden.
Ein
wichtiger Teil des Festes war auch ein wilder Tanz, Pyrrichi genannt. Er wurde
von nackten Männern, die nur einen Helm und ein Schild trugen getanzt. Dies
geschah zum Gedenken an Athenas Tanz nach dem Sieg gegen die Giganten (Gigantomachy, der
Krieg der Giganten gegen die olympischen Götter).

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