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Das Geheimniss des Abbe Sauniere
Teil
4
Die
Wirkung ist aussergewöhnlich.
Wo sich Haupt- und
Querschiff kreuzen, lag ein schachbrettartiger Boden, bestehend aus 64
schwarzen und weissen Quadraten. (Dieser ist nicht mehr vorhanden)
Neben der
Eingangstür liess er eine lebensgrosse Statue vom Teufel Asmodeus, über dessen
Kopf vier Engel schweben mit der Inschrift: Par ce signe tu le vaincras, "Unter
diesem Zeichen sollst du ihn besiegen" - ein merkwürdigerweise falsch
geschriebenes Zitat aus der Vision, die Kaiser
Konstantin der Grosse 313 v. Chr. angeblich zum Christentum übertreten lassen
sollte, errichten.
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| Vadre retro, Satanas... |
Hinter der Sakristei
wurde ein geheimer Raum
eingerichtet, in den man durch einen Wandschrank gelangte.
Die
Kirchenwände sind mit seltsamen Reliefs bedeckt, Szenen der Kreuzigung und der
Bergpredigt. Sauniere selbst malte das Bildnis der Maria Magdalena auf dem Altar.
Seltsam sind jedoch die Worte über dem Portal
der Kirche:
Terriblis est locus iste
- "Dies ist ein furcherregender Ort."
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Thumber Thor, tritt ein,
wenn du es
wagen solltest...
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Der Bau
war 1897 endlich vollendet, und die
Kirche wurde geweiht. Nach Briefen in privatem Besitz hatte die Restaurierung
allein die Kleinigkeit von 350`000`000 Centimes gekostet (heute so etwa 500 000
Euro)!
Am 1. November desselben Jahres wird
Abbe Gelis, ein guter Freund Sauniers, in seiner Wohnung in Coustaussa
erschlagen aufgefunden. Berenger Sauniere hatte ihm kurz zuvor eine Aktentasche
ausgehändigt. Diese ist nun spurlos verschwunden. Ansonsten fehlte aber nichts
von seinen Habseligkeiten. So wie es schien, war Sauniere in den Mordfall
verwickelt, der Mord wurde aber nie aufgeklärt.
Sauniere erstand nun das Land
zwischen der Kirche und den Hügeln, das er für teures Geld auf Maries Namen
gekauft hatte. Hier entstehen :
- ein neogotischer Turm, der
Magdala getauft wird
- ein stattliches Haus im
Renaissancestil, die Bethania-Villa, ein Gästehaus, das er mit teuren Antiquitäten einrichten liess
und dort seine Gäste mit teuersten Weinen und Mahlzeiten verwöhnte.
- eine
halbkreisförmige Galerie am Berghang, die ein zweiter Turm abschliesst, in dem sich ein Gewächshaus befindet
- eine Orangerie
- ein Park mit
Wasserspielen und sogar ein Tiergehege.
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Ist´s wohl eine Lego-Burg?
Der Tour Magdala
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Berenger Sauniere lebte auf grossem Fusse und warf munter das Geld zum Fenster
hinaus. Woher das Geld stammt scheint unklar. 1899 überreicht ihm ein gewisser
"Herr Guillaume" 3000 Franc und im Laufe der Jahre weitere 20 000 Franc. Wir
wissen, dass sich hinter diesem Pseudonym niemand anders als der Erzherzog
Johann Nepomuk Salvator von Habsburg, der Cousin des österreichischen
Thronfolgers verbirgt und er wird in späterer Zeit noch sehr oft bei Berenger
Sauniere in der Villa Bethania zu Gast sein.
Die Rolle des Erzherzogs in dieser Rolle ist immer noch unklar.
Auch Henri Boudet überweist riesige Beträge. Doch er lies seinen Reichtum auch
dem Dorfe zugute kommen. So liess er im Dorfe eine zentrale Wasserversorgung
anschliessen und liess bessere Strassen bauen.
Aber
ab 1903 wurde alles langsam anders. Papst Leo XIII. schied seinerseits aus der Welt.
Die Aufträge, die der Abbe vergeben
hatte, verursachten so beträchtliche Kosten, dass er
sie kaum bestreiten konnte.
Der neue Papst Pius X. setzte
einen neuen Bischof in
Carcassonne,
Monseigneur de Beausejour, ein. Bei einem Besuch in Rennes-le-Chateau verlangte
er von Sauniere eine Antwort, woher er sein vieles Geld herhabe. Da Sauniere
keine Antworten liefern mag, wurde er des verbotenen Messehandels angeklagt und
nach Coustouges strafversetzt, lebte aber weiterhin in der Villa Bethania
weiter.
Abbe Marty
wurde 1909 zu
seinem Nachfolger in der Pfarrei von Rennes-le-Chateau ernannt.
1911 erhielt er den
endgültigen Gnadenstoss, als der Vatikan ihn zu einem "suspens a divinis
" verurteilte, d.h., ihn seines Priesteramtes enthob (dies infolge des
Vorwurfs des verbotenen Messehandels).
Ob er sein Priesteramt wieder
antrat ist umstritten. De Sede und Plantard behaupten, dass er im Jahre 1915
wieder sein Priesteramt antrat, als er die Anklage des Messehandels abweisen
konnte und er vom neuen Papst Benedikt den XV., der die liberale Politik Leos
XIII. wieder aufnahm, zu eine Pilgerfahrt verdonnert worden ist. Es existiert
aber im Gegensatz zu dieser Feststellung ein Brief von 1917, in dem verlautbart
wird, dass Sauniere sein Amt nicht mehr angetreten hat.
Am 17. Januar,
welch seltsamer Zufall, findet Marie Berenger Sauniere bewusstlos auf. Er liegt der
Länge nach vor der Tür des Magdala-Turmes.
Der Pfarrer von
Rennes-le-Chateau
entschläft am 22.
Januar 1917. Vermutlich ist er an einem Schlaganfall verstorben.
Das
wirklich Mysteriöse an seinem Tod ist die Tatsache, dass Marie bereits am 12.
Januar 1917 einen Sarg für Berenger Sauniere bestellt hatte. Dies geht aus
einer Auftragsbestätigung hervor. Die Bekannten von Berenger Sauniere
bestätigten aber, dass der Abbe zu der Zeit, als Marie den Sarg bestellt
hatte, sich der besten Gesundheit erfreute.
Eine graphologische Untersuchung
der Auftragsbestätigung mag allerdings Licht in dieses Mysterium bringen. Die
Rechnung für den Sarg wurde von Marie Denarnaud erst 6 Monate später beglichen.
Auf der Auftragsbestätigung, die eben vermutlich erst 6 Monate nachgereicht
worden ist, wurde infolge der undeutlichen Schreibweise aus dem 12. Jun.,
der 12. Jan..
Auch die immer wieder verkündete Mär, dass ihm Abbe Riviere aus Esperanza, die letzte
Ölung verweigerte haben soll, nachdem er das Geheimnis des Reichtums von
Berenger Sauniere erfahren hatte, mit dem ihm anvertrauten Wissen nicht fertig
wurde und sechs Monate später sein Leben in einer Nervenheilanstalt beschloss,
ist frei erfunden.
Die Beichte, sowie die Beerdigung
am 24. Januar um 10 Uhr morgens sind völlig normal verlaufen. Diese Aussage
stützen auch Artikel der lokalen Presse. Vor allem ist anzumerken, dass Abbe
Riviere erst 12 Jahre später und unter keinerlei mysteriösen Umständen verstarb.
Eigenartig soll auch die ungewöhnliche Bestattungszeremonie gewesen sein. Er war in einen scharlachroten
Umhang gehüllt und wurde auf einem Lehnstuhl sitzend vor dem Tour Magdala
aufgebahrt.
Zu seinem Begräbnis waren trotz des Krieges Fremde aus vielen Ländern Europas,
so aus Portugal, Deutschland, Italien, Österreich und Spanien angereist.
Diese Bestattungszeremonie erwähnt
nur de Sede und ist, wie alles was er schrieb, mit Vorsicht zu geniessen.
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Wie man sich bettet, so ruht
man - Die ehemalige
Ruhestätte von Berenger
Sauniere |
Die
Testamentseröffnung ergab wenig später: Marie Denarnaud ist die Alleinerbin.
Auf die Frage, was das Geheimnis des Pfarrers war, sagte sie fortan nur noch:
"Die Bewohner von Rennes-le-Chateau wandeln auf purem Gold. Das, was der
Herr Pfarrer uns hinterlassen hat, ist genug, um alle hier im Ort 100 Jahre lang
aufs Beste zu kleiden und zu ernähren - und selbst dann wäre noch eine gehörige
Menge übrig."
Die Geschichte
hatte hier aufhören können, aber sie ist noch nicht zu Ende. Die Kirche bemühte sich, die
Affäre zu vertuschen und versuchte nachdrücklich, Marie Denarnaud ihren Besitz
abzukaufen, was ihr aber nicht gelang.
Und die Erinnerungen verblassen
mit der Zeit. Hat die treue Marie
einige Dokumente in Sicherheit gebracht, bevor sie in ihrem Garten gewisse
private Papiere vom Abbe verbrannt hat, wie er es von ihr verlangt hatte?
"Und
wie ging es weiter, höchstweiser Frater und Ritter der ehernen Schlange?"
Den
Zufall führte den Industriellen Noel Corbu 1946 nach Rennes-le-Chateau und ein Wunder war
es auch, dass Marie ihm aufmachte, als er um Wasser für sein Familienpicknick
bat. Als kultivierter Mensch unterschied er sich deutlich von dem Pöbel, der
das alte Fräulein zu belästigen pflegten, um ihr Informationen abzuzwingen.
Und
seine Persönlichkeit erinnerte sie vielleicht an die Freunde von damals, an
diese ferne Zeit, als sie in Rennes ein Star war. Dank seiner Höflichkeit
gewann er Maries Vertrauen in solchem Masse, dass er mit seiner Familie in der
Bethania-Villa wohnen durfte. Im Juli 1946 setzte Marie, Noel und Henriette
Corbu als ihre Universalerben ein.
1953
eröffnete er das Hotelrestaurant "La Tour", denn er hoffte, die
Herrlichkeit der Landschaft und die Geschichte vom Schatz würden die Kunden
anlocken. Er war es, der die mysteriöse Geschichte von Rennes verbreitete. Er
erzählte sie auf seine Weise und suchte unaufhörlich nach dem berühmten
Schatz. Und Marie sagte immer wieder: "Machen Sie sich keine Sorgen, mein
guter Noel! Eines Tages werde ich Ihnen ein Geheimnis anvertrauen, das aus Ihnen
einen reichen, sehr reichen Mann machen wird!"
Doch
dazu kam es nicht mehr, da Marie 1953 einen Schlaganfall erlitt, an dem sie
später verstarb. Sie war infolge ihrer Erkrankung nicht mehr in der Lage
gewesen, ihr Geheimnis an Noel Corbu anzuvertrauen.
Fünfzehn
Jahre forschte Noel Corbu weiter nach dem Schatz und verschuldete sich dabei
immer mehr. Er musste sogar den Grundbesitz 1960 an einen Lyoner, Herrn Henri Buthion, verkaufen.
Acht
Jahre später schien es, war er dem Geheimnis sehr nahe gekommen. So
verkündete er im Mai 1968 im Bekanntenkreise: "er wisse nun, was Sauniere
gewusst habe und bald werde ihm nicht nur Frankreich, sondern auch ganz Europa
gehören."
Drei
Tage nach seine Ankündigung verstarb er bei einem mysteriösen Verkehrsunfall
in der Nähe von Fanjeaux. Sein Auto wurde vermutlich von einem LKW
plattgewalzt. Der Fahrer beging dabei Fahrerflucht und bis heute ist der
Tathergang ungeklärt.
Aber
auch dem neuen Besitzer, Henri Buthion war kein schönes Ende beschieden. Auch
er suchte unablässig nach der Ursache für den Reichtum von Berenger Sauniere.
Im April 1969 durchsiebte ein Unbekannter seinen Wagen, der vor der Villa
Bethania stand, mit einer 9mm Maschinenpistole. Buthion war über diese Warnung
gar nicht erfreut und dachte sich wohl, dass ihm irgend jemand an den Kragen
will. Wo er recht hat, da hat er nun mal recht, denn dreissig
Jahre später, im Juli 1999, wurde er und seine Ehefrau in der Stadt Rennes in
der Bretagne von einem angeblich geistesgestörten Mann mit einer Maschinenpistole
niedergeschossen, arrrrggghhhh...
"Echt krass, Ritter der königlichen Axt, diese ganze Geschichte, mysteriös und kaum zu glauben. Doch
woher in aller Welt stammt denn nun das viele Geld?"
Geld,
Geld, Geld, wie könnte es auch anders sein!? Wie kannst du nur in diesem
hochspirituellen Augenblick am verwerflich schnöden
Mammon verhaftet sein!
Es
gibt doch so viel mehr, was eine menschliche Seele erhebt und nährt. Wie z.B.
ein schönes, kühles Bierchen!
He...,
halloo..., heeee..., hallooooooo...,
Gaaaarcoooon,
döööö Biere, s´il wu plääää..., hört der schlecht oder was?!

und
hier geht's weiter...

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